Themenfeld:

Theorie- und Praxisentwicklungen

136 Beiträge im Themenfeld

Von Michaela Kramer, Jane Müller, Mareike Thumel, Katrin Potzel (2022)

‚Ich wurde auf einem Bild markiert, da war so ein Mädchen und die war nackt' – Zur Notwendigkeit von visueller Kompetenz und Digitaler Souveränität

Für Jugendliche sind (digitale) Bilder omnipräsent. Wie sie mit sexualisierten Bildern in Social-Media-Kontexten umgehen können, wurde in einer explorativen Studie vor dem Hintergrund medienpädagogischer Jugendforschung und der Ansätze der visuellen Kompetenz und der Digitalen Souveränität erforscht. Ziel des Beitrags ist, auf empirischer und theoretischer Ebene ein Verständnis für das Aufwachsen in einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft zu entwickeln.

Von Kirsten Winderlich (2022 / 2019)

Von den Rändern her – Zu Forschungsverständnis und -praxis der grund_schule der künste der Universität der Künste Berlin

Der Beitrag stellt Forschungsverständnis und -praxis der grund_schule der künste (g_dk) über den Begriff der forschenden Haltung sowie über das Konzept der Forschungswerkstatt an der Universität der Künste (UdK) dar und veranschaulicht dies an einem beispielhaften Lehr- und Forschungssetting. An der Schnittstelle von Hochschule, Schule und Kulturinstitution wird ein raumbezogenes Lehr- und Forschungsmodell konturiert, in dessen Mittelpunkt Bildung in, mit und durch die Künste steht.

Von Kerstin Hallmann, Fabian Hofmann, Jessica Knauer, Astrid Lembcke-Thiel, Kristine Preuß, Claudia Roßkopf, Miriam Schmidt-Wetzel (2022)

Digitale Collagen als Medium ästhetischer Interaktion

Dieser Beitrag des NFKB-Forschungsclusters dokumentiert einen Online-Workshop, dessen Arbeitsweise selbst interaktiv und partizipativ entlang der Tagungs-Thematik konzipiert war. In dem experimentellen Format des Erstellens von Collagen - in Gruppen auf dem digitalen Whiteboard - konturiert sich performativ ein ästhetisch-digitaler Möglichkeits- und Erfahrungsraum, in dem Perspektiven aller Beteiligten über Text, Bild und Sprache interaktiv in vernetzende Artikulationsformen treten und die Aspekte von Ästhetik, Digitalität und Macht in eindrücklicher Weise zum Tragen kommen.

Von Sören Jannik Traulsen, Felix Büchner (2022)

Postdigitales Schultheater: Eine Kartografie zentraler Akteur*innen des Diskurses ‹Theater und Digitalität›

‹Wer spricht wie über Theater und Digitalität?› und ‹Welche Implikationen erschließen sich daraus für das Postdigitale Schultheater?› sind die zentralen Forschungsfragen der Autoren. Ihre Analyse ergibt, dass sich vier idealtypische Positionen bestimmen lassen, die insbesondere durch ihre Verortung des ‹Digitalen› im Theater zu unterscheiden sind und eine Grundlage zur Theoretisierung und Konzeptualisierung des ‹Postdigitalen Schultheaters› bieten können.

Von Annika Waffner-Labonde (2022)

Verschränkungen kultureller Bildpraxen und Bildbegegnungen im Kunstunterricht

Das Bild nimmt im Kontext digitaler Kommunikationsstrukturen einen immer größeren Stellenwert ein. Der Beitrag reflektiert Konsequenzen für die Kunstpädagogik, um auch in digitalen Strukturen eine aktive kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Aufgezeigt werden Tendenzen der gegenwärtigen kulturellen Bildpraxis, ebenso wie die Einflüsse der Digitalisierung auf die Bildbegegnung.

Von Kirsten Winderlich, Stefanie Johns (2022)

Perspektivwechsel – Mediale Bildungen digitaler Kinder- und Jugendöffentlichkeit am Beispiel des Earth Speakr von Olafur Eliasson

Der Beitrag beleuchtet das in seiner Medialität zwischen Kindern, Kunst und Klimakrise verortete Kunstwerk von Olafur Eliasson und reflektiert es als ein partizipatives Beispiel kunstbasierter bzw. -initiierter digitaler Kinder- und Jugendöffentlichkeit. Mittels einer phänomenologischen ‹Blickverschiebung› erfolgt eine Analyse der medialen Schichten im Gebrauch der App Earth Speakr sowie deren Verortung im Kontext digitaler Bildung und Kultur.

Von Anna Wiehl (2022)

Twist it once, twist it twice. Mediale Praktiken zwischen künstlerischer Intervention und informellen Bildungsprozessen

Dieser Beitrag befasst sich mit dem Bildungs-Potenzial interaktiver dokumentarisch-künstlerischer Konfigurationen. Die leitende Fragestellung ist, inwiefern experimentelle, stark prozessual operierende Konfigurationen als informelle bzw. non-formale Bildungsmedien betrachtet werden und welchen Beitrag sie zur Entwicklung von Medienkompetenzen und einem reflektiert-kritischen Blick auf das eigene ‹digitale Subjekt› leisten können.

Von Robert Hausmann (2022)

What if und What will … be like? Spekulative Taktiken der Zukunftsexploration in einer postdigitalen Gegenwart

In postdigitalen Verhältnissen entwerfen Künstler*innen wie Mary Maggic und auch TikToker*innen Szenarien des What-if und What-will …be-like. Sie erzeugen dabei spekulative Spielräume für (Un-)Möglichkeiten und Projektionen von Zukünften im Hier und Jetzt. Der Beitrag fragt danach, wie diese Taktiken des Erweiterns und handelnden Erprobens von Zukünften neue Impulse für Lernen und Bildungsprozesse eröffnen.

Von Anette Rein (2022)

Dinge und Kontexte: Kultur-Perspektiven im Alltag

In einzelnen Erkenntnisschritten wird die Vieldeutigkeit von Alltagsdingen aufgezeigt, die sich mühelos auch auf den erkenntnisfördernden Umgang mit Museumsobjekten übertragen lassen. Von einer Mikroperspektive hin zur Makroperspektive werden selbstkritische Fragen zur individuellen Wahrnehmung und Erinnerung entwickelt und damit verbundene Weltsichten nachvollziehbar.

Von Sidonie Engels (2022)

Kulturelle Bildung – ein Kernbereich der Kindheitspädagogik

Der Beitrag stellt die Bedeutung der Kulturellen Bildung für die Kindheitspädagogik heraus und regt an, sie in Kita und Ganztag zu stärken. Kulturelle Bildung beinhaltet nicht nur eine Ästhetische Bildung, die eine Wahrnehmung und Erprobung der Sinne als Grundlage allen Lernens anregt, sondern fördert im gemeinsamen Tun und Erleben auch eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit in Bezug auf Mitmenschen und die Umwelt.