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„Themen" der Kulturellen Bildung speisen sich aus gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen: Alter(n), Digitalisierung, Diversität, Inklusion... Die Fachbeiträge in diesem Menüpunkt reflektieren Möglichkeitsräume, wie mit Künsten und kulturpädagogischer Praxis bzw. Forschung den sozialen Wandel zu gestalten und Teilhabe an Bildung und Kultur für alle zu verwirklichen.

621 Beiträge im Themenfeld

Von Veronika Hofer (2026)

Zwischen Kunst und Klima: Wie Wortfrequenzen künstlerische und ökologische Gesellschaftsverantwortung sichtbar machen

Dieser Text untersucht Zusammenhänge zwischen Artistic Citizenship, den Sustainable Development Goals (SDGs) und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form einer Wortfrequenzanalyse. Die Notwendigkeit einer künftigen veränderten Professionsausrichtung für die Musikpädagogik als Teildisziplin der Kulturellen Bildung wird betont.

Von Charlotte Prokop (2026)

„Das Theater war für mich immer ein sicherer Ort“: Wie kreative Räume Jugendliche stärken und Resilienz fördern

Kinder und Jugendliche fühlen sich psychisch zunehmend belastet. Das Recht junger Menschen auf ein sicheres und gesundes Aufwachsen ist als ein Kinderrecht automatisch auch Auftrag für Träger und Fachkräfte. Anhand einer Befragung wird aufgezeigt: Psychisch belastete Jugendliche fühlen sich an Orten der Kulturellen Bildung wohler und sicherer. Der Artikel diskutiert Potenziale Kultureller Bildung für Prävention, Destigmatisierung und Resilienz.

Von Lena Sandel (2026)

In Resonanz mit der Natur – Ästhetische Erfahrungsprozesse und Transformationen mit Störungen

Der vorliegende Beitrag untersucht anhand konkreter Beispiele die ästhetische Praxis in der urbanen Natur und deren Potenzial für resonante Beziehungen unter Berücksichtigung der Resonanztheorie Hartmut Rosas. Die Stadtnatur erweist sich nicht nur als ein weiterer Spielort für Kulturelle Bildung, sondern rückt als Resonanz- und Erfahrungsraum für ALLE in den Fokus.

Von Nicola Lepp (2025)

Mit der Welt bilden. Ökologien der Kulturellen Bildung im Anthropozän

Der Beitrag fragt vor dem Hintergrund ökologischer Krisen nach einer Neuausrichtung der Kulturellen Bildung im Anthropozän: Welche Rolle kommt der Kultureller Bildung in diesem Kontext zu und was kann sie dazu beitragen, um dringend notwendige neue Weltbeziehungen zu meistern? Der Text unterbreitet Vorschläge für theoretische Rahmungen und Vorschläge zu Praktiken, die ein relationales Bildungsverständnis im Zeichen ökologischen Denkens in den Fokus rücken.

Von Stefanie Bracht-Schubert, Silke Hollender, Karin Kranhold, Sabina Meier Zur (2025)

Der Park als Erfahrungsraum im Anthropozän

Wie wird die Klimakrise im Park Schloss Sanssouci für Besucher*innen ästhetisch erfahrbar und welche Handlungsoptionen ergeben sich daraus? Im Interview wird die Vermittlungskonzeption und -praxis der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Bezug auf Klimakrise und Nachhaltigkeit anschaulich vorgestellt und anhand einer konkreten Open-Air-Ausstellung bezüglich ihrer Resonanz reflektiert.

Von Kristine Preuß (2025)

Die Welt berühren: Eine ökosensible Kunstvermittlung der Verbundenheit mit dem Lebendigen

Wie können Kunst und Natur in der Bildungsarbeit miteinander in Beziehung treten? Der Beitrag stellt die ökosensible Kunstvermittlung am Museum Sinclair-Haus der Stiftung Kunst und Natur vor: einen Ansatz, der der Entfremdung zwischen Mensch und Mitwelt mit neuen Formen der Verbundenheit begegnet und Resonanzräume eröffnet, in denen die Beziehung zur lebendigen Umwelt neu erfahrbar wird.

Von Hannes Brunner, Doris Sprengel, Sandra Junghardt, Karin Kranhold (2025)

Vom „quadratischen Denken“ zur transformatorischen Erkenntnis: Eine Textmontage zu künstlerischen Praktiken für Kulturelle Bildung im Anthropozän

Welche Herausforderungen und Paradoxien entstehen durch das Anthropozän in der künstlerischen Arbeit und wie können diese zugleich durch künstlerische Arbeit sichtbar gemacht werden? Die Textmontage übersetzt künstlerische Interventionen einer Tagung in neue Wahrnehmungsräume, um Themen des Anthropozäns in Künstlerischer Forschung verhandelbar zu machen.

Von Oktay Bilgi (2025)

Kulturelle Bildung in Multispezies-Welten. Neue Wege des Lernens in einer verletzlichen Welt

Der Beitrag versteht die zeitdiagnostische Signatur des Anthropozäns als Impuls zur Erkundung alternativer Möglichkeiten Kultureller Bildung: Welche Verschiebungen ergeben sich im Verständnis Kultureller Bildung, wenn menschliches Leben und mehr-als-menschliches Leben gleichermaßen Teil unserer Vorstellungen einer lebenswerten Zukunft werden? Wie verändern sich Akteur*innen und Adressat*innen Kultureller Bildung, wenn auch die kulturell-produktive Dimension mehr-als-menschlicher Welten in den Blick gerät?

Von Ute Pinkert (2025)

Das Mensch-Natur-Verhältnis als Impuls für eine kritische Kulturelle Bildung im Anthropozän

Wie lassen sich im Angesicht der menschengemachten Klimakrise die Metadiskurse zum Mensch-Natur-Verhältnis für Kulturelle Bildung fruchtbar machen? Der Beitrag verknüpft Diskursanalyse, Begriffskritik und bildungstheoretische Überlegungen mit praxisbezogener Reflexion. Er schlägt einen Bogen von der Situierung der Kulturellen Bildung im Kontext des Anthropozän-Konzeptes über eine Diskussion von Menschenbildern und Naturbegriffen hin zu einem Verständnis von Mensch-Natur-Beziehungen, das der Komplexität eines Sowohl-als-Auch gerecht werden kann.

Von Andrina Jörg, Julia Niederhauser (2025)

Paranatur Forschungslabor – Pflanzenwelt der Zukunft? Vom Kunstprojekt zu neuen Expertisen von Schüler*innen

Auf der Basis einer paradoxen Intervention werden Teilnehmende im „Paranatur Forschungslaboratorium“ eingeladen, mit Alltagsobjekten aus Kunststoff an einer Pflanzenwelt der Zukunft mitzuforschen. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung des künstlerisch-forschenden Vermittlungsprojekts, welches im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes in Kombination mit BNE für den Unterricht ausgearbeitet wurde.