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Streitfälle der Vermessung Kultureller Bildung

59 Beiträge im Themenfeld

Von Livia Patrizi (2021)

1.000 Stunden Kunst pro-Kopf - Impulse für mehr Gerechtigkeit in Kunst und Kultureller Bildung

Wie wird Ungleichheit in der Kultur gerechtfertigt? Um eine neue Vision zu entwickeln, muss das Rechtfertigungsnarrativ des Kulturbetriebs unter die Lupe genommen werden. Ein Versuch, die Ideen des französischen Ökonomen T. Piketty zu übertragen und das Potential der Wechselwirkung von Kunst und Bildung für eine Transformation des Kulturbereichs sichtbar zu machen – gerade angesichts von Corona!

Von Olaf-Axel Burow (2021)

Lehrmeister Corona − Konsequenzen für die Zukunft Kultureller Bildung

Kulturelle Bildung, die zur Überwindung der Corona-Krise und darüber hinaus zum „Welt neu denken“ beitragen will, kann uns alle darin unterstützen, zu aktiv handelnden „Future Designern“ zu werden. Es gilt, Bildung anders zu denken. Eine zukunftsfähige (Kulturelle) Bildung kann freie Räume ermöglichen, in welchen der Dreiklang von „Sei leidenschaftlich!“, „Sei visionär!“ und „Mach’s einfach!“ erfahr- und umsetzbar wird.

Von Birgit Mandel (2020)

Sich nützlich machen für das gesellschaftliche Zusammenleben - Neue Leitbilder für öffentlich getragene Kultureinrichtungen

Schmerzlich ist uns im zweiten Lockdown bewusst geworden, dass Kultureinrichtungen nicht zu den systemrelevanten Organisationen gehören. Dabei sind Kultureinrichtungen und Kulturelle Bildung wichtige „Anker-Orte“ in der Krise. Wie können die Potentiale des Kunst- und Kultursektor nicht nur stärker sichtbar werden in der Öffentlichkeit, sondern tatsächlich auch stärker genutzt werden als Ressource für das gesellschaftliche Zusammenleben?

Von Dorothea Hilliger (2019)

Pädagogisches Handeln in den performativen Künsten als (radikal-)demokratische Praxis

Der Artikel nimmt die Pädagogik der performativen Kunstformen Tanz, Theater und Performance in den Blick und reflektiert, unter Bezugnahme auf Demokratietheorien und in Anlehnung an Rancière, die Bedeutung künstlerisch-pädagogischer Praxis für das öffentliche Leben einer demokratischen Gesellschaft.

Von Max Fuchs (2019)

Das Internet als sozialer, politischer, ökonomischer und kultureller Raum. Überlegungen im Anschluss an Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus.

Der vorliegende Beitrag setzt die Analysen Zuboffs, welche die Geschäftsmodelle von Google und Co als Angriff auf die Menschenwürde und Zerstörung von Demokratie deutet, zu der Konzeption eines starken Subjektes in Beziehung und macht Konsequenzen für eine kritische Kultur- und Medienpädagogik sichtbar.

Von Roy Sommer (2019)

Häme für Gutmenschen, Verständnis für Wutbürger? Über Diskursabnutzungen, neue Narrative und Potenziale Kultureller Bildung

Kann Kulturelle Bildung zu gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen, und wenn ja, wie? Ist dieser überhaupt gefährdet, und wenn ja, wodurch? Im Beitrag wird dies aus Sicht der kulturwissenschaftlichen Erzählforschung untersucht.

Von Benedikt Sturzenhecker (2019)

Integrationspotentiale demokratischer Teilhabe und Teilnahme – reflektiert an Konzepten und Projekten Kultureller Bildung

Wenn Kulturelle Bildung sich die Aufgabe stellt, Fragen nach gesellschaftlichem Zusammenhalt und einem guten, gerechten Leben zu bearbeiten, dann wird sie sich den Krisen von Teilhabe und Teilnahme stellen und ihre Potenziale für demokratischer Beteiligung und die Gestaltung einer teilhabegerechten Gesellschaft stärken müssen.

Von Anke Wischmann (2018)

Wessen (Kulturelle) Bildung zählt? Eine rassismuskritische Analyse ästhetischer Bildungstheorie am Beispiel Hegels

Der Bezug auf Hegel begründet sich daraus, dass er bis heute großen Einfluss auf (bildungs-)philosophische Diskurse nimmt und weil sich anhand seiner bildungs- und kulturtheoretischen Arbeiten rassistische Ideen sehr gut herausarbeiten lassen. Anhand zweier Beispiele kulturell-ästhetischer Erfahrungen Jugendlicher wird die Bedeutsamkeit der dem ästhetischen Bildungsdenken inhärenten Rassismen als bildungsrelevant herausgearbeitet.