Themenfeld:

Praxisfeld

Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung wie z.B. Politik- und Förderkonzepte oder Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Berufsfelddiskurse, Reflexionen über Strukturen und Organisationsentwicklungsprozesse, Bedarfe spezifischer Gruppen von Adressat*innen sowie die Praxis Kultureller Bildung in Kontexten wie Schule, Freiwilligendiensten, sozialer Arbeit, politischer Jugendbildung u.v.m. sind Gegenstand der Fachartikel in diesem Themenfeld.

170 Beiträge im Themenfeld

Von Wolfgang Schneider (2013 / 2012)

Kulturpolitik für Kulturelle Bildung

Kulturpolitik ist die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Kulturlandschaft und will Infrastrukturen schaffen, um Kultur zu ermöglichen. Kulturpolitik für Kulturelle Bildung will die Rahmenbedingungen dafür schaffen, erhalten und ausbauen, dass Bildung mit und durch Kunst und Kultur gelingen kann. Im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland betrifft das die Kommunalpolitik, die Politik der Länder und des Bundes, vor allem aber auch die Zivilgesellschaft und eher im geringeren Maße den Markt.

Von Kerstin Hübner (2013 / 2012)

Bildungspolitik für Kulturelle Bildung

So wie sich Kulturelle Bildung zentral und gleichberechtigt in den drei fachlichen Feldern Jugend, Kultur und Bildung bewegt, hat Politik für Kulturelle Bildung die Bezugsgrößen Jugendpolitik, Kulturpolitik und Bildungspolitik. Dieser Beitrag fokussiert die bildungs-­ und noch enger die schulpolitische Dimension, die im Wesentlichen von den Kultusministerien auf Länderebene verantwortet wird.

Von Klaus Schäfer (2013 / 2012)

Jugendpolitik und Kulturelle Bildung

Wie notwendig eine offensive Kinder­- und Jugendpolitik ist, ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Einerseits hat der gesellschaftliche Wandel mit seinen sozialen und ökonomischen Veränderungen und den daraus resultierenden Folgen für junge Menschen den Schutz-­ und Unterstützungsgedanken und die Begleitung junger Menschen auf dem Weg ins Erwachsenenalter immer dringlicher gemacht. Andererseits steht heute im Zentrum pädago­gischen Handelns primär das Ziel der Ermöglichung von Teilhabe aller jungen Menschen am gesellschaftlichen Fortschritt, an den Bildungschancen und an den sozialen und kulturellen Perspektiven.

Von Hildegard Bockhorst (2013 / 2012)

Überblick für die Bundesebene: Rahmenbedingungen, Zuständigkeiten und Förderschwerpunkte von Jugend-, Kultur- und Bildungspolitik

In Deutschland sind rechtliche Rahmenbedingungen und Förderstrukturen für die Kulturelle Bildung nur in Abhängigkeit von folgenden Aspekten zu betrachten: (1) dem kooperativen Föderalismus, in welchem sich die föderalen Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen die staatliche Verantwortung für die Förderung von Kultur und Bildung teilen, (2) den zwischen den drei Sektoren Staat bzw. öffentliche Hand, Markt und frei­-gemein­nützigem Bereich/Drittem Sektor zu differenzierenden Verantwortlichkeiten für Strukturen und Angebote der Kulturellen Bildung; (3) der Dualität von Kultureller Bildung sowohl in der Schule wie außerhalb von Schule; (4) der arbeitsteiligen Zuordnung der Kulturellen Bildung zu unterschiedlichen politischen Handlungsfeldern mit von Bundesland zu Bundesland anders entschiedenen Ressortzuständigkeiten.

Von Hilmar Hoffmann, Dieter Kramer (2013 / 2012)

Kultur für alle. Kulturpolitik im sozialen und demokratischen Rechtsstaat

Als Hilmar Hoffmann nach seinen Lehrjahren in der Bergarbeiterstadt Oberhausen, wo er als erfolgreichstes Projekt die dortigen Internationalen Kurzfilmtage ins Leben gerufen hatte, 1970 als 45-Jähriger nach Frankfurt am Main als Dezernent berufen wurde, war ein neuer Aufbruch der Kulturpolitik nicht nur in der Theorie überfällig, sondern auch in der Praxis.

Von Hermann Glaser (2013 / 2012)

Erinnerungskultur und Denkmalpflege

Der Vorgang der Vergegenwärtigung von Vergangenem bedarf der Impulse. Diese sind oft „endogen“ (innen entstehend, von innen kommend); sie wirken zufällig, sind aber wohl ein Zu­-Fall; wir werden uns nur nicht bewusst, was das Erinnern in Gang gesetzt hat, warum wir aus unserem Gedächtnis etwas „hervorgeholt“ haben. Vielfach sind es auch von außen entste­hende, von außen eindringende, also „exogene“ Reize (Anreize), die Gespeichertes aktivieren.

Von Olaf Zimmermann (2013 / 2012)

Kulturelle Globalisierung

Spätestens seit der Ratifizierung der „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ im Jahr 2005 ist das Thema Globalisierung in der Kulturpolitik und mithin auch in der Kulturellen Bildung angekommen. Bereits Ende der 1990er Jahre zeichnete sich bei den GATS-­Verhandlungen (Generell Agreement on Trade in Services) der Welthandelsorganisation (WTO) ab, dass Kultur­- und Mediendienstleistungen von großem ökonomischen Interesse sind und daher insbesondere die USA, aber auch aufstrebende Länder wie Indien oder Südkorea ein großes Interesse an der Liberalisierung in diesem Feld haben.

Von Bianca Fischer (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung gilt als eine globale Herausforderung und als Leitbild des 21. Jh.s. Erreicht werden kann sie jedoch nur, wenn auch ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit stattfindet, der sich im Denken und Handeln der Menschen widerspiegelt. „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) stellt den Schlüssel einer solchen Entwicklung dar.

Von Manfred Blohm (2013 / 2012)

Ausbildung in Bildender Kunst für Kulturelle Bildung

Der Begriff „Ausbildung“ im Feld der Bildenden Kunst scheint nahe zu legen, dass es insbe­sondere in der Gegenwartskunst so etwas wie Ausbildung tatsächlich geben kann. Abgesehen von handwerklich-­technischen Fertigkeiten in den jeweiligen Feldern der Bildenden Kunst wie Malerei, Druckgrafik, Installation, Performance etc. könnte man von künstlerischen Haltungen und Strategien sprechen, die im Rahmen Bildender Kunst in Ausbildungskontexten erfahren und angeeignet werden können. Es geht dabei immer auch zugleich um Selbsterfahrung und Kontexterfahrung.

Von Michael M. Roth (2013 / 2012)

Professionalisierung im Feld der Kulturellen Bildung

Versteht man unter Kultureller Bildung den (Bildungs­-)Prozess, den ein Mensch durch seine Begegnung und seine Auseinandersetzung mit dem Medium der Künste durchmacht, so ergibt sich für Fachkräfte in der Kulturellen Bildung (KulturpädagogInnen) als zentrale Aufgabe, Anlässe, Rahmenbedingungen und Interaktionen für die und mit den sich kulturell Bildenden zu ermöglichen, zu fördern und auch anzuleiten. Spricht man in diesem Zusammenhang von Professionalisierung, so bedeutet diese in einem weiteren Sinne, dass Menschen sich berufsmäßig damit beschäftigen, kulturelle Bildungsprozesse in anderen Menschen anzuregen und zu fördern.