Themenfeld:

Medien

In der Spezifik der künstlerischen Ausdrucks- und Kommunikationsformen und der Praxisvielfalt von Angebotsformaten und Bildungsorten wird dieser Bereich vermessen: mit Fachbeiträgen zu den Besonderheiten des sich Bildens im Bereich der Medien; mit Differenzierungen zu Zielen und Herausforderungen für unterschiedliche Strukturen, Akteure, Adressat*innen und Lebensalter, zwischen formalem, non-formalem und informellem, rezeptivem oder produktivem Bildungs- und Vermittlungskontext; mit Auseinandersetzungen über aktuelle Ausrichtungen von Konzepten und gesellschaftliche Entwicklungen und Sichtweisen in dieser Sparte „Medien“.
Vorschläge für weitere Fachartikel richten Sie gerne an: redaktion@kubi-online.de.

50 Beiträge im Themenfeld

Von Nadia Bader, Notburga Karl (2022)

time (space) matters – Mediatisierte Zeit(räume) in Tutorial-Videos

Tutorial-Videos suggerieren Verständlichkeit, Machbarkeit und einen schnellen, selbstbestimmten Zugriff auf deren Lerninhalte – z.B. zum perspektivisch ‹richtigen› Zeichnen. Der Beitrag untersucht kunstpädagogisch ausgerichtete (Lehr-/Lern-)Medien und Tools und erörtert am Thema Perspektive bildungsrelevante, medienästhetische Erkenntnisse. Er verdeutlicht, wie eine für Medialität sensibilisierte Zugangsweise aussehen kann und Rezipient*innen in einer potenziell ermächtigenden, bewussteren Wahrnehmung und repräsentationskritischen Sichtweise unterstützt werden können.

Von Michaela Kramer, Jane Müller, Mareike Thumel, Katrin Potzel (2022)

‹Ich wurde auf einem Bild markiert, da war so ein Mädchen und die war nackt›

Für Jugendliche sind (digitale) Bilder omnipräsent. Wie sie mit sexualisierten Bildern in Social-Media-Kontexten umgehen können, wurde in einer explorativen Studie vor dem Hintergrund medienpädagogischer Jugendforschung und der Ansätze der visuellen Kompetenz und der Digitalen Souveränität erforscht. Ziel des Beitrags ist, auf empirischer und theoretischer Ebene ein Verständnis für das Aufwachsen in einer tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft zu entwickeln.

Von Katrin Potzel, Andreas Dertinger (2022)

Aufwachsen mit digitalen Medien — Dynamische Machtbalancen in der familialen Medienerziehung

Anhand des theoretischen Ansatzes der kommunikativen Figurationen werden empirische Ergebnisse der qualitativen Panelstudie «ConKids – Sozialisation in einer tiefgreifend mediatisierten Lebenswelt» mit Blick auf die wahrgenommenen Gefühle von Macht und Machtlosigkeit der Akteur*innen in der Familie diskutiert. Die Dynamik von (Medien-)Erziehungsverhältnissen und eine Machtlosigkeit sowohl von Eltern als auch Kindern gegenüber figurationsexternen Einflüssen, werfen Fragen auf.

Von Annika Waffner-Labonde (2022)

Verschränkungen kultureller Bildpraxen und Bildbegegnungen im Kunstunterricht

Das Bild nimmt im Kontext digitaler Kommunikationsstrukturen einen immer größeren Stellenwert ein. Der Beitrag reflektiert Konsequenzen für die Kunstpädagogik, um auch in digitalen Strukturen eine aktive kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Aufgezeigt werden Tendenzen der gegenwärtigen kulturellen Bildpraxis, ebenso wie die Einflüsse der Digitalisierung auf die Bildbegegnung.

Von Martin Donner (2022)

(Un-)Sichtbares Design und ‹Gesten der Freiheit›: Zu technomedial bedingten Transformationen in der Ästhetischen Bildung

Der Beitrag erläutert – vor dem Hintergrund der Forschungserkenntnisse im BMBF-Verbundprojekt „Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität“, dass dem Thema Design im Rahmen von Digitalisierung und ubiquitous computing eine zentrale Rolle zukommt und wie eine integrative Kulturelle Bildung dazu beitragen könnte, digitale Souveränität zu fördern.

Von Robert Hausmann (2022)

What if und What will … be like? Spekulative Taktiken der Zukunftsexploration in einer postdigitalen Gegenwart

In postdigitalen Verhältnissen entwerfen Künstler*innen wie Mary Maggic und auch TikToker*innen Szenarien des What-if und What-will …be-like. Sie erzeugen dabei spekulative Spielräume für (Un-)Möglichkeiten und Projektionen von Zukünften im Hier und Jetzt. Der Beitrag fragt danach, wie diese Taktiken des Erweiterns und handelnden Erprobens von Zukünften neue Impulse für Lernen und Bildungsprozesse eröffnen.

Von Roberta Huldisch (2022)

Die Rolle visueller und digitaler Medien in gesellschaftlichen Transformationsprozessen in Mali

Welchen Beitrag kann Kunst zur Bewältigung der Konflikte in Mali leisten? Der Artikel schildert dies exemplarisch anhand des malischen Kulturschaffenden Issiaka Bâ, seinem Wirken als Vertreter eines malischen „conscious rap“, seinem Engagement an der Schnittstelle von Musik, Medien und Soziokultur und vor allem als Initiator des Kurzfilmwettbewerbes „Réanimons le Mali“.

Von Jule Korte, Lisa Unterberg (2022)

(re)united!? Neue Forschungsperspektiven im Schnittfeld von Kultureller Bildung und Medienpädagogik

Der Beitrag basiert auf den Abschlussreflexionen der Autorinnen zur Joint Conference „Ästhetik – Digitalität – Macht". Er hat das Anliegen, zentrale Diskurslinien auf- und in etwas überspitzter Weise auch nachzuzeichnen, die das Feld der Kulturellen Bildung einerseits, das der Medienpädagogik andererseits (historisch) durchziehen und prägen. Im Rückgriff auf zentrale Ideen und Gedanken aus den ‹Cultural Studies› werden Folgen für Forschung, Diskurs und Praxis entwickelt.

Von Daniel Autenrieth, Stefanie Nickel (2022)

KuDiKuPa — Kultur der Digitalität = Kultur der Partizipation?!

Der Beitrag gibt einen Einblick in ein dialogisch angelegtes, partizipativ organisiertes Hochschulseminar. Über theoretische Ausgangspunkte wird der Frage nachgegangen, wie eine Kultur der Digitalität durch eine politisch-kulturelle Medienbildung zu einer Kultur der Partizipation werden kann und welchen Beitrag Gaming und Game Design hierzu leisten können.

Von Nina Kiel (2022 / 2021)

Teilhabe im Kontext digitaler Spiele: Games und ihr Potenzial für die Umsetzung von Kinderrechten

Zwei Drittel aller Jugendlichen spielen Online-Spiele, die ihnen ermöglichen, sich zu erholen, verschiedene Identitäten auszuprobieren oder sich in Communities zu engagieren. Es braucht laut Nina Kiel aber eine ausgrenzungssensible Spielekultur und -branche, damit Kinder und Jugendliche vor Diskriminierung, Mobbing oder Kostenfallen geschützt sind.