Stichwort:

Diversität

31 Beiträge mit dem Stichwort

Von Maud Krohn, Anja Schütze (2022)

Diversität und Teilhabe in den Freiwilligendiensten Kultur und Bildung — Zugänge und Vermittlungsverfahren

Die Freiwilligen sind mehrheitlich weiß, cisgender, nicht behindert und haben zu fast 90 Prozent Abitur. Dies soll sich ändern. Bisherige Auswahllogiken werden reflektiert und die Frage diskutiert: Wie können Träger und Einsatzstellen ihre Auswahl- und Vermittlungsprozesse diversitätsorientiert verbessern, so dass Barrieren abgebaut und nicht nur privilegierte Personen einen Platz im Freiwilligendienst erhalten?

Von Julius Heinicke (2022)

Entähnlichung als Perspektive der Kulturellen Bildung und ihr kulturpolitischer Auftrag

Die postkoloniale Diskussion fordert einen Perspektivwechsel im Sinne eines Umdenkens ein, welcher die Praxis der Kulturellen Bildung maßgeblich prägen und wandeln wird. An der Schnittstelle zwischen Autonomie und Auftrag kann sie jedoch eine Schlüsselfunktion übernehmen, wenn es gelingt, Vielfalt im Sinne einer Strategie der Entähnlichung als gemeinschaftsstiftendes Moment erlebbar zu machen und kulturelle Aushandlungs- und Wandlungsprozesse einer zunehmend diverser werdenden Gesellschaft zu moderieren.

Von Nina Kiel (2022 / 2021)

Teilhabe im Kontext digitaler Spiele: Games und ihr Potenzial für die Umsetzung von Kinderrechten

Zwei Drittel aller Jugendlichen spielen Online-Spiele, die ihnen ermöglichen, sich zu erholen, verschiedene Identitäten auszuprobieren oder sich in Communities zu engagieren. Es braucht laut Nina Kiel aber eine ausgrenzungssensible Spielekultur und -branche, damit Kinder und Jugendliche vor Diskriminierung, Mobbing oder Kostenfallen geschützt sind.

Von Yvonne Hardt (2021 / 2021)

Choreographierte Körper-Gefüge: Zur Hervorbringung und Analyse von Pluralität von Körperlichkeit im Tanz

Wie viel Körper braucht die Kulturelle Bildung? Dieser Beitrag befasst sich damit, wie auf „Körper“ und „Körperlichkeit“ in Kultureller Bildung Bezug genommen wird und wie (welche) Körperverständnisse in choreographischen Verfahren hervorgebracht werden. Die Diskussion um eine politische, historische und künstlerische Situiertheit von Körpererfahrung und Wissen soll damit bereichert werden.

Von Marion Gerards (2021 / 2019)

Genderreflexive Soziale Arbeit mit Musik

Gender Matters – auch in der Sozialen Arbeit mit Musik! Unter Bezugnahme auf Ergebnisse der musikwissenschaftlichen Women’s, Gender, Queer und Men’s Studies sowie der Intersektionalitätsforschung werden in diesem Beitrag die Aufgaben, Potenziale und Herausforderungen einer genderreflexiven Sozialen Musikarbeit diskutiert.

Von Bünyamin Werker (2021)

Kulturelle Bildung für alle – mit allen, also auch mit rechten Jugendlichen?

Ausgehend von der Darstellung grundlegender Dimensionen von Präventionsarbeit im Kontext von Rechtsextremismus werden Potenziale als auch Ambivalenzen einer Jugendkulturarbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen erörtert. Herausgearbeitet wird, dass diese Arbeit viel milieuspezifisches Wissen, aber ebenso auch eine pädagogische sowie politische Haltung erfordert.

Von Kawthar El-Qasem (2021)

Plädoyer für ein Denken (Bau)Kultureller Bildung jenseits der Milieu-Kategorie

Ein adäquater Umgang mit Differenz in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Postmigrantischen Gesellschaft kann durch eine Dekonstruktion des Milieu-Begriffs und durch eine kritische Betrachtung der Diskurse um Kulturelle Bildung selbst an Profil gewinnen. Anhand von drei Beispielen erarbeitet die Autorin im Anschluss an diese Dekonstruktion mögliche Parameter einer gelingenden Baukulturellen Bildung.

Von Susanne Bücken (2021 / 2020)

Zur Dringlichkeit einer rassismuskritischen Perspektive für die Kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft

Der Beitrag bietet machtkritische Reflexionen zu Kultur, Sprache und Nation und eine rassismuskritische Diskursanalyse kultureller Bildungsangebote im Kontext von Flucht und Migration. Mit Blick insbesondere auf die Förderanträge zum Bundesprogramm „Kultur macht stark“ wird die Problematik herausgearbeitet, dass sich in der Wissensproduktion der Kulturellen Bildung national, kulturell und ethnisch kodierte Differenzmarkierungen verfestigen und dass es notwendig ist, dominanzkulturelle Machtverhältnisse, Wissensbezüge und Normalitätsvorstellungen zu dekonstruieren.

Von Imke Nagel (2020)

Studie: „Kinder- und Jugendkulturarbeit inklusiv. Praxis, Reflexion, Haltungen“ – Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Inklusive Kulturelle Bildung erfordert die radikale Orientierung an den Interessen und Bedarfen der Menschen, an die sie sich richtet. Diese und andere wesentliche Ergebnisse der Studie der BKJ werden in Kurzfassung benannt.

Von Steffan Robel, Lola Meyer (2020)

Park macht stark! Pädagogik, Partizipation und Landschaftsarchitektur in einer diverser werdenden Welt

Neue Wege der Freiraumgestaltung werden im Mitmach-Park in Weinstadt begangen: Das Konzept verwebt Landschaftsarchitektur, Partizipation und baukulturelle Bildung: Das Projekt Mitmach-Park versteht sich als Beitrag zur Neuentdeckung pädagogischer Modelle in der Stadtentwicklung, die Kenntnisse und Fähigkeiten über Gestaltungsprozesse öffentlicher Räume vermitteln.