Improvisieren - Forschende und künstlerische Perspektiven der Kulturellen Bildung

Einladung zur 13. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung / 15. – 16.September 2022 / Bielefeld

Die alltagssprachliche Verwendung des Begriffs der Improvisation suggeriert, dass wir improvisieren, wenn ein detailliert ausgearbeitetes Konzept, aus welchen Gründen auch immer, nicht länger zur Verfügung steht. Die ursprüngliche Wortbedeutung (lat. Improvisus = unvorhergesehen/ it. Improvvisare = unvorbereitet extemporieren, dichten, singen) rückt das Unvorhergesehene, das Unerwartete und Unwägbare in den Fokus.
Die 13. Netzwerktagung wird sich eben diesen forschenden und künstlerischen Perspektiven des Improvisierens im Feld der Kulturellen Bildung widmen: dem „kontrollierte[n] Kontrollverlust", der „situativen Veränderung von Regeln" und „einem gelingenden Antworten auf etwas, mit dem man nicht gerechnet hat" (Bertram/Rüsenberg 2021).

In 30 Vorträgen geht es u.a. um Improvisation in schulischen wie außerschulischen Vermittlungskontexten und mit unterschiedlichen (Alters-)gruppen, um improvisationsdidaktische Perspektiven in den verschiedensten Bereichen Kultureller Bildung, um inklusive künstlerische Prozesse im Spannungsfeld von Improvisation und Konstruktion, um Potenziale von Improvisation als Methode für die Annäherung an Kulturen und erweiterte Chancen für einen gelingenden Wissenstransfer.

Verschiedenste Panels wie „IMPROVISATION = INKLUSION?“, „IMPROVISATION = IRRITATION“, „IMPROVISATION = INTERAKTION?“, „IMPROVISATION = TRANSFORMATION?“, „IMPROVISATION = PARTIZIPATION?“ oder „IMPROVISATION UND LEHR-/LERNPRAXIS" versprechen einen fundierten Diskurs über improvisatorisches Lehren und Handeln. Sie werden vielfältige Anregungen bieten für die künstlerisch-pädagogische Umsetzung von Methoden, die Kulturelle Bildung improvisatorisch zu denken und zu qualifizieren.

Für die Konzeption und Organisation der Tagung verantwortlich sind Juliane Gerland, Kerstin Hübner und Claudia Roßkopf. Sie werden den Tagungsteilnehmer*innen einen weiten Erfahrungs- und Reflexionsraum eröffnen, um zur Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung des Themenfeldes anzuregen.

Die 13. Netzwerktagung wird veranstaltet von der Geschäftsstelle des Netzwerkes Forschung Kulturelle Bildung an der Universität Hildesheim (bis Juli 2022)/IU Internationale Hochschule (ab Juli 2022) und der FH Bielefeld, Professur für Musik in kindheitspädagogischen & sozialen Handlungsfeldern. Ausgewählte Tagungsbeiträge werden als Dossier auf kubi-online veröffentlicht werden.

Tagungsprogramm / Anmeldung

Autor*in werden – den kubi-online Wissensspeicher in diesem Themenfeld vergrößern!

Expert*innen sind herzlich eingeladen, den Themendiskurs der 13. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung über „Improvisieren - forschende und künstlerische Perspektiven der Kulturellen Bildung“ mit eigenen Fachbeiträgen weiter zu denken. Die Redaktion von kubi-online freut sich über Ihre Artikelvorschläge und steht bei Rückfragen gerne zur Verfügung. Hier finden Sie den kubi-online Autor*innenleitfaden.

Kontakt zur Redaktion: Hildegard Bockhorst (Projektleitung) // Dr. Birgit Wolf (Projektreferentin) // Fon: 0179 2051972 // Mail: redaktion@kubi-online.de

Die Wissensplattform „kubi-online: Wissenstransfer für Kulturelle Bildung“ wird getragen von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Stiftung Universität Hildesheim. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.