Autor*innen-Aufruf: Körper-Wissen

Netzwerktagung 2019

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Als Partner des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung lädt kubi-online dazu ein, den Diskurs der vergangenen Netzwerktagung zur Rolle des Körpers in der Kulturellen Bildung fortzuführen und durch weitere Fachartikel auf der Wissensplattform zu vertiefen. Wir freuen uns auf Ihre Expertise!

Vielfach hat der Körper einen zentralen Stellenwert in den Praktiken, Feldern und Diskursen von Kunst, Kultur und Bildung. Er ist das Fundament ästhetischer Erfahrung. Er ist Speicher und Träger von Geschichte, Erfahrungen und Wissen, Akteur sozialen Handelns sowie Ausgangspunkt für Bildungs- und Erkenntnisprozesse. Unabhängig von der Form der Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur, immer ist der Körper involviert. An ihm verbinden sich individuelle und gesellschaftliche Dimensionen: Erfahrungen werden eingeschrieben, Praktiken hervorgebracht, Bestehendes dekonstruiert und Neues erzeugt. Genau diese Implikationen sind für kulturelle Bildungsprozesse grundlegend. (Auszug aus dem Tagungskonzept der 10. Netzwerktagung )

Zum Diskurs des Themas auf kubi-online

Sucht man nach dem Begriff „Körper“ auf der Wissensplattform www.kubi-online.de, so erhält man eine Liste von 23 Seiten mit 227 Fachartikeln, die mit vielfältigen Bezugspunkten auf das Thema „Körper“ verweisen: Es geht um das Verständnis von Körper und Geist, Körper und Sinne, Körper und Raum, um die Analyse von Körperempfindungen, körperlichen Resonanzerfahrungen und Verwandlungen, symbolische und virtuelle Körper, Gesellschaftskörper, Klangkörper und den Körper als Instrument und Ausdrucksmedium. Diskutiert werden Dimensionen des Körpers wie Körpersprache, Körperbilder, Körperformen, Körperkunst, Körperidentität, körperliche Präsenz, generationenspezifische Körperaktivitäten und altersspezifisches Körperpotenzial. Es geht um das Verstehen im Körper und die Verkörperung von Wissen, um die Auseinandersetzung mit körperlichen Voraussetzungen und den Umgang mit körperlicher Abweichung, um die Verkörperung moralischer Argumente und um körperliche Integrität und körperliches Wohlbefinden als Bildungsziel Kultureller Bildung.

Doch trotz dieser Vielzahl von Anschlussstellen zur Rolle des Körpers in der Kulturellen Bildung, fanden Nutzer*innen auf kubi-online bis zum Oktober 2019 nur einen Beitrag, der mit dem Titel „Körper – Leiblichkeit“ (Schuhmacher-Chilla: 2013) dezidiert Bezug nahm auf die Rolle des Körpers in der Kulturellen Bildung.  Zur Tagungseröffnung der Netzwerktagung „Wie viel Körper braucht die Kulturelle Bildung?" konnte dann noch der Beitrag Vom Wissen des Körpers und seinen Bildungspotenzialen im Sport und im Tanz" von Antje Klinge veröffentlicht werden. Dennoch: Bei nur 2 von über 500 Fachbeiträgen, welche kubi-online kostenfrei anbietet, liegt es nahe, sich zukünftig stärker für den Wissenstransfer zur Rolle des Körpers in der Kulturellen Bildung zu engagieren und weitere Beiträge hierzu anzufragen.

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kubi-online lädt Expert*innen der Kulturellen Bildung ein, die Veröffentlichungsmöglichkeiten der Wissensplattform zu nutzen, um die Praxen, Künste, Forschung und aktuellen Diskurse zum Stellenwert des Körpers genauer in den Blick zu nehmen.

Neue Fachartikel auf kubi-online könnten beispielsweise den Diskurs zu folgenden Themenbereichen und Fragestellungen aus dem Tagungskonzept vertiefen:  

  • Körper & Digitalisierung:
    Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf den Körper, die ästhetische Wahrnehmung? Stimmen Befürchtungen von Entgrenzung und Entfremdung des Körpers? Verändern digitale Möglichkeiten z.B. der Selbstvermessung (Selftracking / Quantified Self) die Beziehung zum eigenen Körper? Wie verändern Digitalisierungsprozesse kulturelle Praktiken, Formen der Wissensproduktion und die Künste selbst?
  • Körper & Diversität:
    Von welchen Körpern reden wir (`normierte´ Körper, beeinträchtigte, transhumane, kultivierte, intelligente oder künstliche Körper, kindliche, erwachsene oder alternde Körper …)? Wie viel Diversität lassen unsere Körperbilder und -konzepte zu? Welche Chancen bieten inklusionsorientierte Ansätze? Welchen Beitrag kann die Fokussierung auf den Körper zum Umgang mit Vielfalt und zur Sensibilisierung für Diskriminierungsmechanismen beitragen?
  • Körper & Forschung:
    Welchen Stellenwert hat der Körper in der Forschung – als Gegenstand von, Medium für, Werkzeug von Forschung? Welche Rolle spielt der Körper der/s Forschenden? Welche Bedeutung hat der Körper als Resonanz- und Reflexionsorgan z.B. in ästhetischer, künstlerischer Forschung oder praxeologischen Ansätzen? Wie wird das Verhältnis zwischen der Materialität der Körper und den ästhetischen Erfahrungsräumen theoretisch entworfen oder empirisch untersucht?
  • Körper & Künste:
    Welche Bedeutung hat der Körper in den verschiedenen Sparten? Wie wird er involviert, adressiert, konstruiert und konzipiert? Inwieweit ist er Ansatzpunkt, Gegenstand oder Ziel von künstlerischen Prozessen? Welche expliziten und impliziten Konzepte werden verfolgt?

Bitte kubi-online Style Sheet für Autor*innen anfordern

Wenn Sie einen Artikel zur Rolle des Körpers in der Kulturellen Bildung verfassen möchten, senden wir Ihnen unseren Autor*innenleitfaden gerne zu. Voraussetzung für die Veröffentlichung Ihrer Beiträge ist eine profunde Reflexion von Theorie-, Praxis- und Forschungsfragen der Kulturellen Bildung sowie die Fokussierung auf den Bereich der Bildung in und durch Künste und ästhetische Praxis. Zweitveröffentlichungen relevanter Artikel zur Kulturellen Bildung sind möglich. Auch bedeutsame „ältere“ Fachtexte können Sie uns für eine Veröffentlichung anbieten.  

Das Ziel der Wissensplattform ist es, Erkenntnisse aus Forschung, Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung zusammenzuführen und dieses Wissen bildungspolitisch, kulturpädagogisch und wissenschaftlich nutzbar zu machen.

Kontakt zur Redaktion:
Mail: redaktion@kubi-online.de // Fon: 0179 205 1972
Hildegard Bockhorst (Projektleitung) // Dr. Birgit Wolf (Projektreferentin).

Download: Flyer der Tagung | Anmeldeformular