Autor*innen-Aufruf: Neuvermessung Land! Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen

Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen war 2018 das erste kubi-online Dossierthema: eine umfassende Feldvermessung der Perspektiven aus Sparten und Akteurskontexten, Gesellschafts-, Bildungs- und Kulturpolitik ebenso wie Raumsoziologie, Kunst- und Kulturpädagogik. Seitdem wandelten sich ländliche Räume: Zum einen entfachten steigende Mieten in den Großstädten, Pandemie sowie Digitalität verbunden mit Mobiler Arbeit eine neue Landlust: Immer mehr Menschen ziehen aufs Land.

Digitalisierung in der kulturellen Bildungspraxis

Dass Digitalisierung und Digitalität die Praxis Kultureller Bildung verändert haben und weiter verändern werden, muss nicht mehr erwähnt werden. Doch wie zeigen sich Veränderungen und Möglichkeiten in einzelnen Praxisfeldern wie Tanz, kultureller Medienbildung/Medienpädagogik, Jugendkunstschularbeit, Museum oder Theaterpädagogik? In diesem Dossier geben Vertreter*innen unterschiedlicher Praxisfelder Kultureller Bildung Einblicke in die konkrete Arbeit in ihren Einrichtungen bzw. Trägerstrukturen.

Improvisieren – Potenziale für die Kulturelle Bildung

Improvisieren bedeutet, sich auf das Unvorhergesehene, Unerwartete und Unwägbare einzulassen. Der gezielte und konstruktive Umgang mit dem Unerwarteten kann als konstitutives Moment von Bildungsprozessen verstanden werden. Die gesellschaftliche Transformation bringt für die Kulturelle Bildung und auch die diesbezügliche Forschung Herausforderungen struktureller und inhaltlicher Art mit sich, die sich ständig verändern. Deshalb ist eine improvisatorische Praxis in diesem Bereich von großer Bedeutung.

Klassismus-Dossier mit neuem Beitrag

Klassismus beschreibt Ausschlüsse und Diskriminierungsformen aufgrund von Klassenherkunft oder -position. Diese zeigen sich in der Begrenzung der gesellschaftlichen Teilhabe auch im Kultur- und Bildungsbereich. Betroffen sind vor allem Menschen aus der Armuts- und Arbeiter*innenklasse oder Menschen aus bildungsbürgerlichfernen Kontexten. Eine klassismuskritische Kulturelle Bildung beschäftigt sich von daher mit der Reflexion von Zugängen und Zielgruppen, mit Angeboten oder Ausbildungen in Kunst, Kultur und Medien sowie mit Strategien von Selbstbildung und Empowerment.

Freiwilliges Engagement in Kultur

Kultur gehört nach Sport und vor dem sozialen Bereich zu den größten Engagementbereichen in Deutschland, in denen Engagierte tätig werden. Der Verein ist dabei der häufigste Ort, an dem Menschen sich freiwillig für Kultur engagieren und für die meisten Kulturvereine und -verbände ist dieses kulturelle Engagement essenziell. Dies gilt in besonderem Maße auch für das Handlungsfeld der Kulturellen Bildung.