Digitalisierung @ Kulturelle Bildung

Pepper © Birgit Wolf

Im postdigitalen Zeitalter ist die Trennung von Analogem und Digitalem obsolet geworden. Dies hat nicht nur starke gesellschaftliche Auswirkungen, sondern führt vor allem zu neuen ästhetischen Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen. Das verändert auch die Kulturelle Bildung. Möglichkeiten der kreativen Gestaltung und die Vermittlung in den Künsten erfahren durch digital-analoge Praktiken neue Anforderungen in Hinblick auf Persönlichkeitsbildung, Teilhabe und digitale Mündigkeit. Im Spannungsfeld zwischen Ermöglichung und Verunsicherung bilden sich daher künstlerisch-kulturelle Formate und Orte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die dazu beitragen können, die Digitalisierung produktiv zu gestalten.

Die 14 Beiträge geben zum einen die Vorträge der kubi-online Tagung Optimize me: Kulturelle Bildung und Digitalisierung, die im Mai 2019 an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel stattfand, und zum anderen aktuelle Forschungsergebnisse wieder. Sie setzen sich mit dem digitalen Wandel und den sich dadurch ändernden Denk- und Handlungsweisen für Kunst und kulturelle Bildungsprozesse auseinander.

Digitalisierung im Kontext bildungstheoretischer und medienpädagogischer Diskurse

Von Benjamin Jörissen

Digital/Kulturelle Bildung: Plädoyer für eine Pädagogik der ästhetischen Reflexion digitaler Kultur

Digitalisierung in der Kulturellen Bildung manifestiert sich gleichermaßen ästhetisch-kulturell wie informativ. Sie verändert kulturelle Formen, Ästhetiken und Wahrnehmungsweisen. Vom Status quo der Digitalisierung ausgehend diskutiert dieser Beitrag weiterführende Überlegungen zur Kulturellen Bildung als Praxis der ästhetischen Reflexion auf Kultur durch Kultur und reflektiert bildungstheoretische Zielsetzungen und Herausforderungen.

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Von Horst Niesyto

Medienkritik und pädagogisches Handeln

Der Beitrag legt den Schwerpunkt auf pädagogische Medienkritik. Für Medienkritik ist es unverzichtbar, über ästhetisch-kulturelle Dimensionen hinaus soziale, politische und ökonomische Dimensionen in den Blick zu nehmen. Medienkritik ist in dieser Perspektive wesentlicher Teil einer politisch-kulturellen Medienbildung.

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Herausforderungen des Postdigitalen für Kulturangebote und Vermittlungsprojekte

Die Künste zwischen analog und digital

Von Lea Herlitz, Manuel Zahn

Bildungstheoretische Potentiale postdigitaler Ästhetiken – Eine methodologische Annäherung

Im Forschungsprojekt „Post-Internet Arts Education Research“ geht es um die Frage, wie sich ästhetische Praktiken im Kontext postdigitaler Kulturen bildungstheoretisch erforschen lassen. Anhand einer exemplarischen Analyse von Auszügen eines Interviews mit dem Künstler Artie Vierkant und seiner Arbeit „Image Objects“ werden erste methodologische Überlegungen skizziert.

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Weitere Beiträge zum Thema „Digitalisierung @ Kulturelle Bildung“

Demnächst werden weitere Artikel zu diesem Thema erscheinen, u. a. von Sabine Jank, Johannes Hartogh, Benjamin Egger, Michelle Adolfs sowie Ivana Scharf und Johannes Tödtke. Wie immer freuen wir uns, wenn Sie uns darüber hinaus Fachbeiträge anbieten!


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