Neues Dossier: Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog
Ästhetische Praktiken in der Sozialen Arbeit sind eng mit den Ansätzen und Methoden Kultureller Bildung verknüpft. Dennoch steht die Soziale Arbeit in diesen Diskussionen selten explizit im Fokus. Birgit Dorner, Marion Gerards und Damaris Nübel, allesamt Professorinnen der Sozialen Arbeit, veranlasste dies dazu, zur Mitarbeit an einem Dossier „Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog“ einzuladen. Mit Unterstützung von Hildegard Bockhorst aus der kubi-online Redaktion konnte das Dossier im April 2026 mit 23 neuen Beiträgen veröffentlicht werden. Die Autor:innen vertiefen darin den interdisziplinären Dialog, beleuchten spannende Schnittfelder der beiden Bereiche, differenzieren disziplinäre Herkünfte, professionelle Selbstverständnisse und Praxislogiken und machen die Bandbreite theoretischer Perspektiven sowie praktischer Umsetzungen sichtbar. Dialog und Diskurs eröffnen vielfältige Anregungen für eine wechselseitige Präzisierung und Weiterentwicklung von Theorie und Praxis sowohl für die Soziale Arbeit als auch für die Kulturelle Bildung.
Herausgeberinnen: Die fachliche Verantwortung für das Dossier „Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog" liegt bei den Herausgeberinnen Birgit Dorner - Katholische Stiftungshochschule München, Marion Gerards - Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen und Damaris Nübel - Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen. Die Wissensplattform kubi-online dankt diesen Expertinnen für alle Impulse zur Hervorhebung dieses Themas, die damit verbundene Vertiefung des Fachdiskurses und die Realisierung des Dossiers.
Mehr Wissen?! Empfehlungen zu bedeutenden Grundlagenbeiträge aus dem Themenfeld „Soziale Arbeit"
Die neuen Dossier-Beiträge erweitern das Themenfeld Soziale Arbeit auf kubi-online, das nun insgesamt 64 Beiträge umfasst. Es bietet eine Fülle an Fachwissen zu Theorie- und Praxisdiskursen, interdisziplinären Konzept-, Modell- und Methodenreflexionen sowie zu Wissen über Forschungs- und Strukturentwicklungen sowie gesellschaftliche Transformation.
Als Herausgeberinnen und Redaktion möchten wir die Nutzer*innen der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online auf vier paradigmatische Grundlagentexte besonders aufmerksam machen. Sie sind, wenn auch teils älteren Datums (wie an den Erscheinungsjahren auf kubi-online zu erkennen), zur thematischen Einführung und Vermessung des Feldes zwischen Kultureller Bildung und Sozialer Arbeit von großer Relevanz und Aktualität.
Von Peter Hammerschmidt, Gerd Stecklina, Caroline Steindorff-Classen (2025 / 2024):
Kulturelle Bildung und Soziale Arbeit // Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung, so mag es erscheinen, gehören unterschiedlichen Welten an. Gleichwohl zeigen sich bei näherer Betrachtung sowohl in den jeweiligen Praxen als auch in deren Theorien zahlreiche Berührungspunkte. Diese in ihrer grundlegenden Bedeutung aufzuzeigen, ist Anliegen dieses Beitrags.
Von Ralf Kuckhermann (2025 / 2015):
Ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit // Ästhetische Praxis erweitert das klassische Methodenspektrum der Sozialen Arbeit. In einer theoretischen Auseinandersetzung beleuchtet der Beitrag die Grundzüge einer ästhetischen Praxis in der Sozialen Arbeit: Als Prozess, als System von Handlungen und als Arbeitskonzept mit den Hauptfunktionen der Diagnostik, der Bildung und der gesellschaftlichen Partizipation. Zudem wird abschließend auf die Bedeutung des Nicht-Ästhetischen in der ästhetischen Praxis und die Frage nach der Kunst professionellen Handelns eingegangen.
Von Werner Thole, Kerstin Hübner (2024 / 2022):
Kultur, Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung // Der Beitrag erörtert nach historischen Vergewisserungen die Wechselbeziehungen und die Zusammenarbeit zwischen der Kulturellen Bildung und der Sozialen Arbeit. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen wird davon ausgegangen, dass eine konturenscharfe Trennung zwischen dem Kulturellen und dem Sozialen nicht mehr durchgängig möglich ist.
Von Rainer Treptow (2025 / 1988):
Kulturelles Mandat. Soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit // Reflektiert werden Reichweiten und Grenzen der beiden Handlungsfelder, die sich mit den ästhetischen Werkbezügen des Kunst- und Kultursektors einerseits und den Lebenslagenbezügen sozialer Unterstützung des Sozialsektors andererseits befassen. Zwischen beiden lassen sich Verbindungen erkennen, die mit dem Begriff des Kulturellen Mandats markiert sind. Er dient dazu, die Anwaltschaft Sozialer Arbeit für den Eigensinn kultureller Ausdrucksformen von Adressaten hervorzuheben und die kluge Nutzung der Anregungspotentiale künstlerischer Gestaltung einzufordern.
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Werden Sie Autor*in! Die kubi-online Redaktion freut sich, wenn Sie den Themendiskurs mit einem eigenen Fachbeitrag erweitern und neue Perspektiven für die „Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog" aufzeigen möchten. Über die Redaktion können Sie uns Ihre Veröffentlichungsinteressen kommunizieren. Im kubi-online Stylesheet finden Autor*innen alle weiteren Informationen zu den inhaltlichen und formalen Vorgaben für eine Veröffentlichung auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online.
Über kubi-online
Die Wissensplattform „kubi-online: Wissenstransfer für Kulturelle Bildung“ wird getragen von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Stiftung Universität Hildesheim. Förderer von kubi-online ist seit 2018 das Bundesbildungsministerium, aktuell also das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ, ehemals BMBF).