Kulturelle Bildung und Schule

© BKJ | Andi Weiland
© BKJ | Andi Weiland

Perspektiven für eine jugendgerechte Ganztagsbildung und Impulse zur Gestaltung kultureller Bildungskooperationen und kultureller Schulentwicklung

13 neue Fachbeiträge vertiefen den Diskurs über das Zusammenspiel von Kultureller Bildung und Schule. Im Fokus stehen dabei Fragen und Herausforderungen zur Entwicklung einer jugendgerechten Ganztagsbildung und die Notwendigkeit der Veränderung von Schule durch kulturelle Schulprofile und Kulturkooperationen. Herausgearbeitet werden die besonderen Lern- und Bildungspotenziale ästhetisch-künstlerischer Praxis und ihre Relevanz für eine inklusive Lehr-/Lernkultur in Schule. Und auf der Basis empirischer Bildungsforschung und der Erfahrungen zahlreicher Modellprojekte werden die pädagogisch und strategisch relevanten Dimensionen für das Gelingen von Kooperation und kultureller Schulentwicklung diskutiert. In der Reflexion aktueller Konzepte wird erkennbar, wie sich interprofessionelle Bildungskooperationen in der Zusammenarbeit schulischer und außerschulischer Fachkräfte und Einrichtungen bzw. verschiedener Bildungssysteme erfolgreich gestalten lassen, sodass Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen besser gelingen.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Wege in die Bildungslandschaft: Chancen auf Bildung und Teilhabe durch kulturelle Bildungskooperationen

Von Heike Gumz, Julia Rohde, Werner Thole

Bildungslandschaften und Kulturelle Bildung

Anknüpfend an den letzten Kinder- und Jugendbericht werden Bedeutung und Herausforderungen der Kulturellen Bildung im Kontext von vernetzten kommunalen Bildungskooperationen erörtert. Schafft es die Kulturelle Bildung als Koproduzent*in ganztägiger Bildung, eine Bildungspraxis zu ermöglichen, die den kulturellen und sozialen Interessen Jugendlicher gerecht wird?

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Von Susanne Keuchel

Chancen und Herausforderungen für kulturelle Bildungskooperationen im Ganztag: Zu Wirkungsfragen formaler und non-formaler Bildungspraxis

Kooperationen bedingen Aushandlungsprozesse und es stellt sich immer wieder die Frage: Welche Kompromisse kann die non-formale Kulturelle Bildung eingehen, ohne ihren selbst definierten Bildungsanspruch zu verlieren? Die Bildungswirkungen Kultureller Bildung sind an prozessorientierte Freiräume gebunden, um die Entwicklung kultureller Interessen und Haltungen zu unterstützen. Die Untersuchung zur bisherigen Praxis kultureller Bildungskooperationen zeigt: Innerhalb formaler Strukturen sind solche Freiräume kaum zu realisieren. Müssten Koproduktionen des Ganztags auf Augenhöhe daher nicht noch einmal neu gedacht werden?

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Von Lena Marie Freund, Maria Norrenbrock, Bettina-Maria Gördel

Kulturelle Bildung als Koproduktion: Wie unterschiedliche Akteursgruppen Kinder und Jugendliche durch kulturelle Bildungskooperationen fördern

Zur Diskursvertiefung über Kooperationen und Bildung als Koproduktion werden Erfahrungen, Expertisen und Sichtweisen aus dem Landesprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen NRW“ vorgestellt. In der Form eines fiktiven Interviews geben die am Programm beteiligten Akteursgruppen der kulturbeauftragten Lehrer*innen, Schulleiter*innen, kulturellen Bildungspartner*innen und Kulturagent*innen Antworten darauf, wie Kinder und Jugendliche durch kulturelle Bildungskooperationen gefördert werden können.

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Kulturelle Schulentwicklung: Perspektiven für die zukunftsfähige Gestaltung von Schule

Von Max Fuchs

Einführung in Konzept und Grundlagen von kultureller Schulentwicklung

Mit Kunst und Kultur Schule gestalten: Unter diesem Motto gibt es seit einigen Jahren zahlreiche Initiativen, mehr Kulturelle Bildung in die Schule hinein zu bringen. Das Ziel ist es, Lernen und Lehren erfolgreicher zu gestalten. Dass dies gelingt, belegen inzwischen viele Erfahrungen im In- und Ausland. Der Beitrag gibt einen Überblick über Theorie und Praxis kultureller Schulentwicklung und zeigt Perspektiven für die weitere Entwicklung auf.

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Von Britta Klopsch

Schulkultur durch kulturelle Schulentwicklung gestalten: Von der Möglichkeit, lernförderliche Haltungen zu entwickeln

Der Beitrag erläutert die Kernaspekte kultureller Schulentwicklung und beleuchtet die Ergebnisse der empirischen Untersuchung „Kulturschule 2020 Baden-Württemberg“. Kulturschulen, so die Argumentation, sind dazu in der Lage, lernförderliche Haltungen bei Lehrer*innen wie Schüler*innen zu entwickeln und die zwei Variablen „Schulleben" und „Unterricht" zu ganzheitlichen Unterstützungssystemen zusammenzuführen.

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Von Bianca Fischer, Kerstin Hübner

Kulturelle Bildungskooperationen: Freiräume für Kinder und Jugendliche im Fokus

Kulturelle Bildungskooperationen beruhen auf einer Vielzahl von Konzepten. Dieser Beitrag beleuchtet zwei zentrale Perspektiven: Auf der Zielebene die Frage danach, warum Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen und Bedürfnissen Grundlage aller Kooperationskonzepte sein sollten; auf der Umsetzungsebene die Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis der unterschiedlichen Handlungsfelder und den Gelingensbedingungen interprofessioneller Zusammenarbeit.

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Von Bettina-Maria Gördel

Pädagogische Beobachtung als ästhetische Wahrnehmungslehre: Konzept zur kulturellen Personal- und Unterrichtsentwicklung

Das Konzept der ästhetischen Wahrnehmungslehre wird in seinen theoretischen und empirischen Grundlagen vorgestellt. Es bietet sich als Methode qualitativer Schulforschung zur Beobachtung von kulturellen Schul- und Unterrichtsprozessen an und wird in seinen Potenzialen für die Organisations- und Personalentwicklung diskutiert. Die Argumentation mündet in der These, dass die Anwendung des Konzepts der ästhetischen Wahrnehmungslehre einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Schulentwicklung leisten kann.

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Bildung für alle: Entwicklungsimpulse für eine kulturelle Profilierung von Schule als inklusives und kreatives Feld

Von Stephan Bock

Kulturelle Unterrichtsentwicklung durch ästhetisch-kulturelle Vermittlungsformen

Beleuchtet werden die historischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Hintergründe der kreativen Unterrichtspraxis mittels „Learning through the arts“ (LTTA). Der Artikel ist ein Plädoyer für ein anderes Lernen durch die Künste. Die Argumentation nimmt Bezug auf lerntheoretische und neurowissenschaftliche Forschungen und die modellhaften Erprobungen einer kreativen Unterrichtspraxis im Rahmen des Programms „Generation K“ in Rheinland-Pfalz. An sechs Referenzschulen wird das Konzept als wesentlicher Baustein für eine kulturelle Schulentwicklung untersucht.

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Ermöglicht wurde dieses Themendossier durch die intensive Unterstützung der Mitarbeiter*innen im BKJ Arbeitsbereich „Kooperationen und Bildungslandschaften“.

Weitere Beiträge zum Thema „Kulturelle Bildung und Schule" sind herzlich willkommen!

Wir freuen uns, wenn Sie uns weitere Beiträge zu diesem Themenschwerpunkt und den im Autor*innen-Aufruf formulierten Fragen für eine Veröffentlichung auf kubi-online anbieten.

Kontakt zur kubi-online Redaktion:
Hildegard Bockhorst /// Projektleitung /// Fon: +49 (0)179 205 1972 // Mail: redaktion@kubi-online.de
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Die Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE wird getragen von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Stiftung Universität Hildesheim. Sie wird im Rahmen des Projekts „kubi-online: Wissenstransfer für Kulturelle Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.