Zwischen Kunst und Klima: Wie Wortfrequenzen künstlerische und ökologische Gesellschaftsverantwortung sichtbar machen

Artikel-Metadaten

von Veronika Hofer

Erscheinungsjahr: 2026

Peer Reviewed

Abstract

Beinahe zeitgleich mit der Formulierung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) hat das Prinzip der Artistic Citizenship (AC) v.a. im Bereich der Musikpädagogik an Gewicht gewonnen. Die jüngste Entwicklung der Terminologie hat zu einer Zusammensetzung und Neukalibrierung ihrer Bedeutung zum Begriff Artizenship geführt. Artizenship zeichnet sich durch aktives gesellschaftliches Engagement Kunstschaffender aus, fungiert als Katalysator für sozialen Wandel und nachhaltige Entwicklung. Dieser Artikel untersucht, welche Zusammenhänge zwischen den akademischen Diskursen zu (1) AC, den (2) SDGs und (3) Bildung für nachhaltige Entwicklung (Education for Sustainable Development; ESD) auffindbar sind und warum es für eine künftige Professionsausrichtung der Musikpädagogik entscheidend ist, diese Verbindungen zu beleuchten. Hintergrundinformationen zu den drei genannten Domänen bilden die Grundlage des Textes. Anschließend werden die Ergebnisse einer Wortfrequenzanalyse präsentiert. Durch diese Methode werden Leerstellen in der Zusammenschau mehrerer Suchbegriffe sowie die Verknüpfungen zwischen den drei Domänen numerisch sichtbar. Die Ergebnisse der Wortfrequenzanalyse unterstreichen die Notwendigkeit, Nachhaltigkeitsthemen und Artizenship verstärkt in der Kulturellen Bildung und der Musikpädagogik zu behandeln und auszuarbeiten. Darüber hinaus plädiert diese Arbeit für die Terminologie Sustainable Artizenship, um die Dringlichkeit und Relevanz der Implementierung von Nachhaltigkeitsthemen sowohl in der theoretischen Grundlagenforschung als auch in praktischen Ansätzen wie dem partizipativen Musizieren oder der künftigen Professionsausrichtung zu betonen. 

Einleitung 

Was hat Musikpädagogik als Teildisziplin der Kulturellen Bildung mit Nachhaltigkeit zu tun? Reicht es nicht, wenn sich Institutionen und Musikpädagog*innen mit der Vermittlung von Musik in verschiedensten Formen auseinandersetzen? Und ist eine fachliche Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit überhaupt noch zeitgemäß oder nicht bereits wieder „out“? Im aktuellen Koalitionsvertrag der 18. Bundesregierung kommt das Wort Klimakrise gar nicht vor (im Gegensatz zu Schulden-, Finanz(markt)- oder Wirtschaftskrise), Klimawandel immerhin viermal und Nachhaltigkeit 13-mal (Deutscher Bundestag 2025; eigene Suchergebnisse). Nachhaltigkeit scheint damit zumindest auf Regierungsebene nicht allzu dringlich zu sein. Doch ganz unabhängig von politischen Trends oder fachlichen Traditionen steht fest: Wir leben im Anthropozän, also in einer „neuartigen erdgeschichtlichen Epoche […], in der die Spezies Homo sapiens sapiens bzw. die Menschheit zu einer erdgeschichtlichen Macht geworden ist“ (Ott et al. 2016:2). Angesichts der daraus resultierenden globalen Herausforderungen wie der menschengemachten Klimakrise, zunehmender sozialer Ungleichheit und geopolitischer Spannungen erfährt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE; auf Englisch Education for Sustainable Development, ESD) und die Behandlung der Sustainable Development Goals (SDGs) in der Kulturellen Bildung (siehe Dossier „Kulturelle Bildung im Anthropozän“, Dossier „Künste, Natur & Nachhaltigkeit“, Arbeitsgruppe Kulturelle Bildung und Kulturpolitik 2014) und auch speziell in der Musikpädagogik zunehmend Aufmerksamkeit (z.B. Anzengruber 2024, Grant 2024, Hesser/Bartleet 2020, Johnson-Green/Schmid i.Dr., Knutsson 2024, König 2024, Laes et al. 2024, Ried/Petocz 2022, Schmid 2024, Schmid 2023, Westerlund et al. 2025). Ebenso werden machtkritische Perspektiven und der Umgang mit der Klimakrise in der Kulturellen Bildung (vgl. Ziese/Wenzinger 2025) aktuell thematisiert. Gerade wegen des volatilen politischen Trends der Aufmerksamkeitsökonomie scheint es umso wichtiger, den fachlichen Diskurs theoretisch und empirisch zu schärfen. 

Die Dringlichkeit der Thematik scheint den Protagonist*innen im Diskurs der wissenschaftlichen Musikpädagogik demnach bewusst zu sein. Ebenso tangieren multiple Krisen all unsere professionellen wie auch alltäglichen Praxen (Bates/Shevock 2025, Schmid i.E.). Diejenigen, die am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, sind jedoch oft marginalisierte Gruppen (Blühdorn 2020b). Marginalisierte Gruppen können beispielsweise durch musikalische Ausdrucksmöglichkeiten und die bewusste professionelle Entscheidung bzw. Verantwortungsübernahme in diesen Settings tätig zu sein, in die Sichtbarkeit der Dominanzgesellschaft rücken (de Quadros/Amrein 2023). 

Der vorliegende Artikel entsteht u.a. aus einer persönlichen Betroffenheit heraus: Was kann ich mit meiner professionellen Expertise und meinen Mitteln als Musikpädagogin tun, um auf den Klimawandel oder Nachhaltigkeitsthemen in meinen beruflichen Kontexten aufmerksam zu machen? Gleichzeitig muss ich mir als weiße, mitteleuropäische Frau bewusst machen, dass ich aus einer privilegierten Position heraus agiere. Vincent Bates et al. appellieren: „We believe that music educators can and should play a role – through their professional responsibilities as music educators – in addressing ecological crises and their impacts” (Bates et al. 2021:170). Dies konstatiert Deborah Bradley in ähnlicher Weise: „I firmly believe that our role as music educators is to encourage students to develop social responsibility: to care for one another, to care for the environment, to reject racism and heterosexism, and to help them find ways to express that social responsibility artistically” (Bradley 2018:85). Beide Zitate bergen für Musikpädagog*innen das Wort Verantwortung in sozialer oder professioneller Form, was sich ebenso auf alle Akteur*innen der Kulturellen Bildung übertragen lässt. 

Als zentrales theoretisches Konzept für eine meines Erachtens notwendige fachliche Auseinandersetzung mit dieser Verantwortung dient für diesen Text das Konzept der Artizenship – eine begriffliche Weiterentwicklung von Artistic Citizenship (AC) –, die künstlerische Gesellschaftsverantwortung und aktives Engagement von Kunstschaffenden in Fragen des zwischenmenschlichen Lebens mit nachhaltiger Entwicklung verknüpft. Artizenship begreift künstlerisches Schaffen als Katalysator für sozialen Wandel und gesellschaftspolitisches Engagement und geht über eine verengte Betrachtung im Sinne von Art for Art‘s Sake hinaus. Da der Begriff Artizenship so jung ist, außerhalb des Sammelbands von Maria Westvall und Emily Akuno (2024) und des Artikels von Maria Westvall und Charles Carson (2025) bislang keinen Eingang in den wissenschaftlich-musikpädagogischen Sprachgebrauch gefunden hat, wird in der durchgeführten Wortfrequenzanalyse auf den etablierteren Begriff AC zurückgegriffen. Artizenship als Weiterentwicklung von AC kann als Travelling Concept verstanden werden, das sich zwischen Wissenschaftler*innen durch die Zeit oder Bedeutungskontexte verändern kann (Bal 2002). Auf eine nähere (bisher feststellbare) Unterscheidung zwischen den Termini AC und Artizenship wird in den Begriffserläuterungen eingegangen. Eine fachliche Verantwortlichkeit im Kontext gesellschaftlicher Krisen ist durch die vermehrte Anzahl an Publikationen in den Bereichen AC und Artizenship begründet. Wie lässt sich diese Verantwortlichkeit nun mit Blick auf Nachhaltigkeit schärfen? Nachhaltigkeit ist ein sehr umfassender und komplexer Begriff (Lamberton 2005), der in sämtliche Bereiche des privaten oder beruflichen Lebens hineinreicht. Um den fachlichen Zugriff zu ermöglichen, wird Nachhaltigkeit im Sinne einer ökologischen Musikpädagogik (Eusterbrock et al. 2024:200) betrachtet und weniger im Hinblick auf eine dauerhafte Projekt- bzw. Finanzierungsstruktur oder eine beständige Praxis (vgl. Camlin 2024).

Die Forschungsfrage für diesen Artikel lautet: Welche Zusammenhänge lassen sich zwischen Artistic Citizenship (AC), den SDGs (Sustainable Development Goals) und ESD (Education for Sustainable Development) feststellen bzw. welche Verknüpfungspunkte fehlen zwischen den drei Domänen? 

Diese drei Domänen wurden bisher nicht systematisch zusammen betrachtet, so dass es äußerst lohnenswert scheint, dem Desiderat einer solchen Analyse zu entsprechen und sich den Zusammenhängen bzw. Gemeinsamkeiten zwischen den drei Domänen explorativ anzunähern. Um diese auch hinsichtlich ihrer Relevanz numerisch greifbar zu machen bzw. zu quantifizieren und deren Verwendung im Diskurs zu veranschaulichen, schien die Methode der Wortfrequenzanalyse – also der einfachen Suche bestimmter Begriffe in vorhandenen Texten – mit den fachlichen Ressourcen am besten vereinbar. Die Suchbegriffe wurden von mir anhand der Durchsicht und des Vergleichs von vorhandenen Indizes in der Literatur zu AC festgelegt. Dabei wurden wiederkehrende Begriffe (vgl. in den Grafiken der Ergebnisse) zunächst ohne Quantifizierung identifiziert und um Begriffe erweitert, die für eine thematische Schwerpunktsuche in der Literatur zu den SDGs und ESD relevant erschienen (nähere Erläuterungen unter Vorgehensweise).

Der Artikel ist folgendermaßen aufgebaut: In einem ersten Schritt erfolgt eine kurze begriffliche Erläuterung der drei Domänen (1) AC bzw. Artizenship, den (2) SDGs und (3) ESD. Dabei werden in der Folge die englischen Begriffe verwendet – zum einen, weil sie international gebräuchlich sind und zum anderen, weil die gewählte Methode der Wortfrequenzanalyse ausschließlich mit englischsprachiger Literatur durchgeführt wurde, da bisher wenig deutschsprachige Literatur zu AC erschienen ist (v.a. Bartels 2018, üben & musizieren 2023, Wimmer 2018). Nach der Begriffserläuterung soll durch die Ergebnisse der Wortfrequenzanalyse aufgezeigt werden, in welchem Ausmaß bestimmte vorherrschende Suchbegriffe bei den SDGs bzw. ESD vorkommen. Umgekehrt soll beleuchtet werden, inwieweit nachhaltigkeitsbezogene Termini in ausgewählter Literatur zu AC auffindbar oder eben absent sind und in welchen Kontexten die jeweiligen Suchwörter erscheinen. Der Beitrag plädiert abschließend für die begriffliche Erweiterung zu Sustainable Artizenship und welche Schlussfolgerungen bzw. Forschungsdesiderate sich ferner daraus ergeben können. Der vorliegende Text dient zuvorderst einer Quantifizierung der Betrachtungsbedarfe bzw. Verbindungslinien der drei Domänen.

Begriffserläuterungen

Aufgrund der Fülle an Literatur und der Verflochtenheit der drei Bereiche kann keine umfassende Besprechung der Begriffe vorgenommen oder deren historische Evolution dargelegt werden. So erfolgt beispielsweise keine Besprechung der einzelnen Säulen von Nachhaltigkeit (siehe für Kultur z.B. Duxbury/Jeannotte 2013) oder Nachhaltigkeit allgemein (siehe z.B. Pufé 2017). Ebenso wenig können (kritische) Stimmen über AC (z.B. Diskurs um Citizenship: Bradley 2018; oder verwandte Formen wie Sustainable Citizenship: Jaufar 2021; Cultural Citizenship: Porto Santo Charter 2021), den SDGs (z.B. zu Nicht-Nachhaltigkeit: Blühdorn 2020a) oder ESD (z.B. Schreiber/Siege 2016) aufgegriffen werden. Der Fokus liegt nachfolgend auf AC bzw. Artizenship, da bereits in den Dossiers Kulturelle Bildung im Anthropozän und Künste, Natur & Nachhaltigkeit näher auf das Verhältnis von Kultureller Bildung und Nachhaltigkeit eingegangen wurde (siehe z.B.: Bianca Fischer 2013/2012 „Kulturelle Bildung für nachhaltige Entwicklung“, Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss 2020 „Kulturelle Bildung als Bildung für nachhaltige Entwicklung? Impulse für die Verbindung zweier normativer Ansätze und Praxen“, Ute Stoltenberg 2020/2010 „Kultur als Dimension eines Bildungskonzepts für eine nachhaltige Entwicklung“ oder auch Ziese/Wenzinger 2025). Abschließend sollen Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge zwischen allen drei Domänen hervorgehoben werden.

Artistic Citizenship und Artizenship 

Seit ca. 20 Jahren gibt es aus dem angloamerikanischen Raum bzw. englischsprachige Literatur Definitionen zu AC (Schmidt Campbell/Martin 2006). AC lässt sich als gesellschaftliche Verantwortung von Kunstschaffenden sämtlicher Disziplinen begreifen, die über eine reine eurozentrische Werk- und Vermittlungsebene hinausreicht. Das wohl prominenteste Buch wurde von David Elliott, Marissa Silverman und Wayne Bowman (2016) herausgegeben und umfasst die Auseinandersetzung mit verschiedensten Künsten (z.B. Theater, Musik, Tanz etc.). Elliott et al. definieren AC wie folgt:

„Artistic citizenship is a concept with which we hope to encapsulate our belief that artistry involves civic–social–humanistic–emancipatory responsibilities, obligations to engage in art making that advances social ‘goods.’ […] Artistic citizens are committed to engaging in artistic actions in ways that can bring people together, enhance communal well-being, and contribute substantially to human thriving." (Elliott et al. 2016b:7).

AC bezieht sich demnach auf die Haltung, dass Kunstschaffende eine soziale Verantwortung tragen und aufgerufen sind, ihre Fähigkeiten und Aktivitäten zum Wohle anderer einzusetzen (Elliott et al. 2016a, Elliott 2012). Künstlerische Praxen werden über den – keineswegs profanen – Akt der Vermittlung hinaus zur Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Wohlbefinden und Streben nach positiver gesellschaftlicher Veränderung herangezogen. AC kann so als aktiver Auftrag für/von Akteur*innen in der Kulturellen Bildung gesehen werden, ethische und soziale Verantwortung gegenüber Teilnehmenden in der Kulturellen Bildung wahrzunehmen. Obwohl gesellschaftliche Verantwortung (Social responsibility) sogar im Buchtitel (Elliott et al. 2016a) enthalten ist, wird der Begriff darüber hinaus nur ein weiteres Mal im gesamten Sammelband erwähnt und eine zugrundeliegende Definition nicht näher herausgearbeitet (Bradley 2018:91). Am Rande sei erwähnt: Im Kontext von Hochschulen verweist der Begriff Third Mission (Graf et al. 2021, Roessler 2015) bzw. One Mission (Schmitt-Weidmann 2025) in ähnlicher Weise auf über Forschung und Lehre hinausgehendes gesellschaftliches und soziales Engagement.

Interessanterweise ist Literatur zu AC (z.B. Bradley 2018, Elliott et al. 2016a, Elliott 2012, Garcia-Cuesta 2024) bzw. Artizenship (Carson/Westvall 2024, Westvall/Carson 2025) international, sowie im deutschsprachigen Raum v.a. in der Musikpädagogik verortet (z.B. Bartels 2018, Gaunt et al. 2021, Gies et al. 2023, Lessing 2023, Petri-Preis 2025, Rüdiger 2023, Wimmer 2018). Der angloamerikanische bzw. westlich dominierende Diskurs erweitert sich zunehmend durch Perspektiven des Globalen Südens (Akuno 2024, Peschard 2021, Poblete Lagos 2024, Qi 2024). AC ist bisher vereinzelt im allgemeinen Diskurs der Kulturellen Bildung in Deutschland vorhanden (vgl. für Arts Education: Silverman/Elliott 2016), wird dabei eher randständig bzw. beiläufig erwähnt (Eusterbrock et al. 2024) und war bislang in nur vier Artikeln auf kubi-online (Stand 10.01.2026) Thema. Axel Petri-Preis, Johannes Voit (2025/2023; siehe: „Musikvermittlung – Definitionen und Begriffe“), Michael Dartsch (2022, siehe: „Kulturelle Bildung und Transformation. Diagnosen, Probleme und Perspektiven im Rückblick auf die kubi-online Jahrestagung 2022“) und Irena Müller-Brozovic (2017, siehe: „Musikvermittlung“) verweisen auf bzw. erwähnen AC. Bei Susanne Keuchel (2024; siehe: „Quo vadis Kulturelle Bildung? – Internationale Perspektiven auf notwendige Transformationsprozesse“) erfolgt die Nennung von AC und eine kurze Ausführung zu Cultural Citizenship, also der Beteiligung an kulturellen Debatten bzw. „eigene Verantwortungsübernahme für das lokale kulturelle Erbe“ (Keuchel 2024:11). Bislang ist allerdings kein grundständiger Artikel zu AC auf kubi-online zu finden, was auf eine Forschungslücke hinweist. 

Der scheinbar naheliegendere Begriff für den Musikbereich in Form von Musical Citizenship wurde bislang spärlich konzeptionell verankert oder ausgearbeitet, wird quasi nicht verwendet und meint meist aktiv musizierende Bürger*innen, seien es Amateur*innen oder professionelle Musiker*innen (Morris 2004). Brian Jackson (2023) versteht Music and Citizenship im Sinne nationaler oder kultureller Zugehörigkeit und Identität. Martin Stokes (2023) schreibt aus einer musikethnologischen Betrachtungsweise über Music and Citizenship. Der herangezogene Artikel von Randall E. Allsup (2010) sticht allerdings heraus. Obwohl er zwei Jahre vor Elliotts erster Veröffentlichung zu AC erschien, weist seine Konzeptionierung von Musical Citizenship einige Parallelen zu AC auf. So schreibt er wie Elliott über Well-Being, das Allgemeinwohl, Verantwortung, soziale Gerechtigkeit oder bürger*innenschaftliches Engagement in Verbindung mit Musik bzw. dem formalen Musikunterricht an US-amerikanischen öffentlichen Schulen. Interessanterweise bezieht sich Elliott (2012) in keiner Weise auf Allsup. Aus Platzgründen bleibt an dieser Stelle kein Raum, um einen näheren Vergleich anzustellen.

Der zweite Bestandteil des Begriffs zu AC, d.h. Citizenship, verweist allgemein einerseits auf eine Betrachtungsweise und wörtliche Übersetzung im juristischen Sinne von Staatsbürger*innenschaft und den fixen impliziten Rechten (z.B. Ausweisdokumente) bzw. Pflichten (z.B. Wahrung des Grundgesetzes) als Bürger*in einer Nation (Bradley 2018), die man als Mensch hat oder eben nicht. Citizenship kann andererseits mehr als effektive Ausübung, kontinuierlicher Aushandlungsprozess (Carson/Westvall 2024) bzw. als pluralistisches Konzept (Allsup 2010) begriffen werden, denn ein von außen bestimmter oder genormter Aufenthaltsstatus (Bradley 2018). In Anbetracht der Klimakrise und damit einhergehender Veränderungen bewohnbarer Flächen unserer Erde und resultierender Klimaflucht (UNHCR 2024), scheint eine breitere Auslegung durchaus berechtigt. Staatsbürger*innenschaft geht in dieser Sichtweise als Konzept über die rein legale Auffassung hinaus, was auf eine mögliche Unübersetzbarkeit ins Deutsche schließen lässt. Ähnlich der Debatte um den Begriff Community Music (Kertz-Welzel 2013) wurde bislang kein Versuch unternommen, AC ins Deutsche zu übersetzen oder eine äquivalente Bezeichnung zu finden. 

An dieser Stelle sei noch der Begriff Global Citizenship erwähnt. Dieser umfasst die Weltanschauung, Policy-Lösungen für politische, ökologische oder sozio-ökonomische Probleme auf einer verflochtenen Erde zu finden (Torres 2024). „Global Citizenship nurtures personal respect and respect for others […] and what will minimise harm to our planet” (Oza 2022:48). Global Citizenship Education (GCE) verfolgt ähnliche Ziele wie ESD, ohne sich konkret auf die SDGs zu beziehen bzw. aus einem SDG hervorgegangen zu sein.

Charles Carson und Maria Westvall sahen 2024 die Notwendigkeit, AC einer begrifflichen Weiterentwicklung und Rekalibrierung zu unterziehen, ohne die Bedeutung des ursprünglichen Begriffs der AC zu schmälern. Dies vollzogen sie durch das Kompositum Artizenship, das durch ein „partnering of values“ (Gaunt et al. 2021) motiviert ist. Kunstausübung und Citizenship weisen für sie auf Parallelitäten hin, die von Aushandlungsprozessen abhängen und in einer Kombination der Begriffe das Potenzial für einen größeren Effekt bieten (Carson/Westvall 2024). Carson und Westvall beschreiben Artizenship so:

„Artizenship offers the chance to access broader forms of art and citizenship through an emphasis on the practices of creative expression. Rather than focusing on either autonomous or correlative modes, it draws its strength from the interactive nature of negotiated, co-creative practices. These practices are more accessible, sustainable, equitable and meaningful for all those involved." (Carson/Westvall 2024:15)

Diese Erläuterung beinhaltet das Wort nachhaltig, was in diesem Zusammenhang im kulturellen oder sozialen Sinn gelesen werden kann. In ihrer neuesten Veröffentlichung beziehen sie sich mehr – und sogar im Titel – auf Nachhaltigkeit (Westvall/Carson 2025), allerdings geben sie keine nähere Schilderung, welche Nachhaltigkeitsdimensionen sie konkret meinen. Dennoch könnte implizit aus dem Beitrag herausgelesen werden, dass wiederum soziale und kulturelle Nachhaltigkeit gemeint ist. 

Eine eher ökologische Betrachtungsweise von AC von Jacob Thompson-Bell ist für den vorliegenden Artikel wichtig: „Artistic citizenship cares for the virtues that could create a liveable, sustainable world, which is open to renewal“ (Thompson-Bell 2022:16). Care hat im Deutschen mehrerlei Wortbedeutungen: z.B. Sorge, Fürsorge, Sorgfalt, sich kümmern, Anteil nehmen etc. (Langenscheidt o.D.). Nach Maja Göpel verkörpert Caring „somit die Haltung, die ich heute für liberale Demokratien relevant halte: gesellschaftliche Strukturen so zu entwickeln, dass sie uns bestmöglich dabei helfen, übergeordnete gesellschaftliche Ziele zu erreichen“ (Göpel 2025:34). Der Begriff Ethic of Care wird wiederum häufig in Verbindung mit AC verwendet und meint die Anteilnahme für sich selbst, andere und die Welt (Elliott/Silverman 2017, Elliott et al. 2016b, Elliott 2012). 

Die Konzepte diversifizierte Normalität, ausgehandelte Praktiken, partizipatives Musizieren und Co-Kreation sind für Carson und Westvall zentral für Artizenship – sie stellen etwas Erstrebenswertes dar, sollen jedoch nicht als fixe Ideale verstanden werden. Artizenship ist kein Top-down-Ansatz. Daher ist ein stärkeres Maß an Eigenverantwortung und Engagement im Lernprozess von allen Beteiligten erforderlich, ohne dabei Abstriche an der Qualität zu machen (Carson/Westvall 2024, Westvall/Carson 2025). Die Autor*innen benutzen für Artizenship in ihrem jüngsten Artikel die Metapher eines multidirektionalen und sich ausweitenden Netzes und verstehen das Konzept als „position, process, and a lens“ (Westvall/Carson 2025:133), aber auch als Praxis.

Aktivismus wird im Sammelband von Elliott et al. (2016a) mehrfach erwähnt. Aktivismus steht häufig in Verbindung mit Klimaprotesten von jungen Menschen (Myers 2020), um eine lebenswerte Welt zu erkämpfen oder eines „kollektiven Klimahandelns“ (Hamann et al. 2024:21). Der Terminus wird von den genannten Autor*innen aber vermieden, da sich nicht alle Akteur*innen der Klimabewegung selbst als Aktivist*innen bezeichnen würden. Auch im Bereich der Musikpädagogik hat der Aktivismus-Begriff Einzug gehalten. So verfasste Juliet Hess (2019) ein ganzes Buch darüber und in ihren Augen sind Aktivismus und Musik „enmeshed and inextricably connected“ (Hess 2019:4). Aktivismus steht nicht notwendigerweise im Zusammenhang mit Artizenship. Das Konzept der Artizenship ist zwar „radically inclusive” (Carson/Westvall 2024:16), versucht aber in der intendierten Radikalität vielmehr, die Dichotomie zwischen einzelnen Künsten oder Bezeichnungen wie Profi/Amateur, erfahren/unerfahren, künstlerisch/pädagogisch etc. zu vermeiden und die eigene Verortung zwischen den Polen als kontinuierlichen und flexiblen Prozess zu betrachten (Westvall/Carson 2025), als diese Radikalität auf Proteste in musikalischer Form zu beziehen. Das Kompositum Artivism (Asante 2008) unterstreicht wiederum das Politische, denn Stillschweigen kann als Zustimmung zur Unterdrückung und ungerechten Behandlung marginalisierter Gruppen ausgelegt werden. Rodney Diverlus sieht Artivism in Verbindung mit AC als „educational, creative, […], performance, and organizing tool” (Diverlus 2016:189) und als Antwort auf eine neoliberale Realität. 

Um abschließend den Unterschied zwischen AC und Artizenship noch deutlicher zu machen und zu begründen, warum diese Begriffe im vorliegenden Text nicht synonym verwendet werden, wurde ein überblicksartiger inhaltlicher Vergleich zwischen AC und Artizenship erarbeitet (Quellen vgl. oberste Spalte Tab. 1). Es wurde v.a. das „Standardwerk“ von Elliott (2012) bzw. Elliott et al. (2016a) herangezogen. Der direkte Vergleich zwischen AC und Artizenship ist nur eingeschränkt möglich, da der Begriff Artizenship außerhalb des Sammelbands von Westvall und Akuno und im neuesten Buchkapitel von Carson und Westvall (2025) noch keine nähere theoretische Rezeption erfahren hat. Ebenso benutzen Carson und Westvall die beiden Begriffe selbst nicht trennscharf, sondern setzen teilweise beide Termini nacheinander (Carson/Westvall 2024:17). Bis dato konnte ich folgende Unterschiede zwischen AC und Artizenship (exemplarisch) identifizieren, die wechselseitig wenig bis nicht erwähnt werden (ohne genaue Quantifizierung). Wenn keine explizite Quellenangabe in Klammern angegeben ist, bezieht sich die Aussage auf alle Quellen aus der obersten Spalte:

Tab. 1: Exemplarische Unterschiede zwischen Artistic Citizenship und Artizenship, eigene Darstellung

Kurze Randnotiz: Interessanterweise bezeichnet Allsup (2010:12) Citizenship ebenfalls als „membership in a community“ (vgl. Tab. 1, Verständnis von Citizenship, rechte Spalte). Es wird sich zeigen, ob sich der neue Begriff Artizenship etablieren und noch mehr schärfen wird. Im Ausblick möchte ich mich erneut auf Artizenship beziehen, da der Begriff wiederum für ein von mir intendiertes Konzept erweitert wird. Nachdem die Begrifflichkeiten AC bzw. Artizenship und deren Bedeutung für den musikpädagogischen Diskurs mit teilweisen Bezügen zum Nachhaltigkeitsdiskurs erörtert wurden, soll eine kurze Einführung in die SDGs und ESD erfolgen, um einen Überblick für diejenigen zu geben, die mit den Begriffen wenig vertraut sind (nähere Ausführungen siehe Dossier Künste, Natur & Nachhaltigkeit).

Ziele für Nachhaltige Entwicklung/Sustainable Development Goals (SDGs)

Die wohl bekannteste Definition von Nachhaltiger Entwicklung ist die sogenannte Brundtland-Definition: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs” (WCED 1987:41). Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen lösten die Millenniums-Entwicklungsziele ab und wurden vor zehn Jahren offiziell verabschiedet (United Nations 2015). Bis 2030 – also bereits in weniger als fünf Jahren – sollen alle 17 Ziele Realität werden, was angesichts multipler globaler Krisen und Kriege (z.B. für Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) äußerst ambitioniert erscheint. Die Langsamkeit in der Umsetzung der SDGs wurde vielfach kritisiert, so beispielsweise, dass zu wenig Geld in die Ziele fließt, dass sich Regierungen zu wenig für sie interessieren oder eine Änderung hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil z.B. durch Konzerne erschwert oder nicht incentiviert wird (Malekpour et al. 2023). 

Insbesondere Ziele wie SDG 4 (Hochwertige Bildung) und SDG 5 (Geschlechtergleichheit) bzw. SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) erlitten infolge der Covid-19-Pandemie und globaler Konflikte erhebliche Rückschläge (United Nations 2025, Vereinte Nationen 2024). Laut eines weltweiten Ergebnisberichts zum Nachhaltigkeitsbewusstsein bzw. zur Kenntnis der SDGs von Regierungen, der Zivilgesellschaft oder Akademia besteht bei den Zielen SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) der dringendste Handlungsbedarf für die globale Zivilgesellschaft (Frank/Cort 2020). Eine Statistik desselben Berichts zum Nachhaltigkeitsbewusstsein von akademischem Personal bzw. Studierenden verschiedener Fachbereiche weltweit zeigt zwar in den Fachdisziplinen Musik und Kunst negative Werte, also Unkenntnis, aber es gibt dort wohl noch ein größeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit als im Vergleich zu Wirtschaftsstudiengängen (Frank/Cort 2020:36). Das größte Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben Studierende und Beschäftigte der Agrar- und Rechtswissenschaften. Antwortende aus Musik und Kunst befinden sich also mit ihrem Bewusstsein im Mittelfeld. 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)/Education for Sustainable Development (ESD)

Angesichts einer immer komplexer werdenden und schnelllebigeren Welt kann ESD dazu beitragen, neue Strategien zu finden, um unsere Lebensgrundlage innerhalb planetarer Grenzen zu erhalten bzw. zu sichern (Barth 2021). ESD wird von den Vereinten Nationen explizit als Unterziel 4.7 des Hauptziels SDG 4 Hochwertige Bildung ausgewiesen (United Nations 2022) und von der UNESCO folgendermaßen definiert: „Education for Sustainable Development empowers people with the knowledge, skills, values, attitudes and behaviors to live in a way that is good for the environment, economy, and society. It encourages people to make smart, responsible choices that help create a better future for everyone” (UNESCO o.D.). Begriffe wie Umweltbildung, -erziehung, ökologisches Lernen etc. sind seit den 1970er Jahren Vorgänger in Deutschland (Michelsen/Fischer 2016). BNE/ESD kann als ganzheitliches Bildungskonzept (nicht nur auf die ökologische Ebene bezogen) verstanden werden, das Raum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bietet, eine ethische Ausrichtung hat und ausdrücklich auf Transdisziplinarität als „eine[r] neue[n] Kultur der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis“ (siehe: Ute Stoltenberg 2020/2010:6 „Kultur als Dimension eines Bildungskonzepts für eine nachhaltige Entwicklung“) setzt. BNE versucht, komplexe Probleme kreativ, mit Weitblick und v.a. gemeinsam anzugehen (Stoltenberg 2020/2010). 

Als Bildungsaufgabe soll BNE idealerweise in allen Bereichen der formalen, non-formalen, informellen Bildung und allen Fachdisziplinen implementiert werden (Barth 2021, Overwien/Rode 2013). Hierbei sollen nicht nur die Grundrechte der gegenwärtig auf unserer Erde lebenden Generationen, sondern auch Gerechtigkeit für künftige Generationen in den Fokus gerückt werden (Jetzt-Für-Dann-Für-Andere; Michelsen 2015:179). Dies macht BNE zu einem normativen bzw. affirmierenden Ansatz, der auch Klimagerechtigkeit umfasst. Globale und lokale Perspektiven werden gleichermaßen beleuchtet, Teilhabe bzw. Demokratie sind zentrale Elemente, ebenso wie lebenslanges Lernen (Overwien/Rode 2013). Lehrkräften – und damit auch Musiklehrkräften – kommt dabei als Change Agents (Pionier*innen des Wandels) bzw. als Facilitator (Lernbegleitende) eine entscheidende Rolle in der Vermittlung zu (Lang-Wojtasik/Schieferdecker 2022). 

Gemeinsamkeiten der drei Domänen

Die genannten Konzepte der AC, SDGs und ESD mögen im Vokabular und der Intention teilweise unterschiedlich erscheinen, doch sie münden in denselben zentralen Werten, die aus der Literatur herausgearbeitet werden konnten: Die Definitionen von Thompson Bell (2022), der UNESCO (o.D.) und dem Bericht der WCED (1987) betonen die Notwendigkeit, in der Gegenwart verantwortungsvoll für das Wohl künftiger Generationen zu handeln. Sie alle fordern ein Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und sollen Einzelpersonen bzw. Gemeinschaften mit jenen Werten, Fähigkeiten und Tugenden ausstatten, die auch in Zukunft eine lebenswerte Welt schaffen. Weitere Gemeinsamkeiten sind die globale Perspektive bzw. Global Citizenship, kulturelle Vielfalt, Diversität, Wertschätzung unterschiedlicher Herangehensweisen, Verwendung kreativer Methoden, das Hinterfragen von gewohnten, „normalen“ oder ausgetretenen Pfaden, Transdisziplinarität und Ganzheitlichkeit als Vermittlungsansatz. Ferner kann bei ESD und AC als Berührungspunkt festgestellt werden, dass beide Domänen idealerweise in formalen, non-formalen und informellen Bildungssettings implementiert werden sollen. Wichtig scheint außerdem das Konzept von Ethic of Care für sich selbst, andere und die Gesundheit der Welt (Elliott 2012, Michelsen 2015). Diese feststellbaren Gemeinsamkeiten bzw. Zusammenhänge aus der Literatur können die erste Hälfte der Forschungsfrage noch vor der Quantifizierung durch die Wortfrequenzanalyse teilweise beantworten.

Wortfrequenzanalyse

Um diese Zusammenhänge bzw. Gemeinsamkeiten zwischen den drei Domänen auch hinsichtlich ihrer Relevanz numerisch greifbar zu machen bzw. zu quantifizieren und deren Verwendung in der wissenschaftlichen Literatur diagnostisch zu veranschaulichen, wurde explorativ vorgegangen und eine einfache – im Sinne von nicht in einem speziellen Statistikprogramm ausgewertete – Wortfrequenzanalyse (Jünger/Gärtner 2023) durchgeführt. Diese Methode ist für die Beantwortung der Forschungsfrage [Welche Zusammenhänge lassen sich zwischen Artistic Citizenship (AC), den SDGs (Sustainable Development Goals) und ESD (Education for Sustainable Development) feststellen bzw. welche Verknüpfungspunkte fehlen zwischen den drei Domänen?] insofern geeignet, als sie auf mess- und zählbaren Einheiten basiert, die diese Überschneidungen bzw. Leerstellen zwischen den drei Domänen numerisch sichtbar aufzeigt. Durch Sortierung der Ergebnisse „offenbaren sich typische Zusammenhänge“ (Jünger/Gärtner 2023:366). Ebenso können durch diese Analysemethode große Textmengen effizient, objektiv und reproduzierbar untersucht werden. Außerdem habe ich mich für eine Wortfrequenzanalyse entschieden, weil die Methode Systematische Literaturreview aggregierte Befunde, jedoch keine direkten Zahlenwerte zu Textmerkmalen produzieren und es für diesen Artikel nicht Absicht war, den aktuellen Forschungsstand zur Forschungsfrage zu erfassen, zu bewerten oder zusammenzufassen (Newman/Gough 2020). Aufgrund begrenzter zeitlicher Ressourcen kam dieses Analyseverfahren ebenso wenig in Betracht. Narrative Analysen fokussieren sich auf die Erzählstruktur und die Entwicklung von Inhalten und stammen häufig aus mündlichen Erzählungen oder beziehen sich auf textexterne Kontexte (Lucius-Hoene 2010), was für diese Untersuchung keine Bedeutung hatte. Eine Diskursanalyse der drei Domänen wäre sicher für ein weiteres Forschungsvorhaben interessant, wurde aber nicht in Erwägung gezogen, da es für den explorativen Charakter des Vorhabens weniger relevant war, wie, von wem, für wen, wann oder womit der Diskurs um die drei Domänen geführt wird (vgl. „Sprache“, „Praxis“, „Kontext“ in Angermuller 2014:25), und keine Rekonstruktion der Diskurse angestrebt wurde. Welche methodischen Limitationen von einer Wortfrequenzanalyse ausgehen, wird im übernächsten Unterpunkt beschrieben.

Vorgehensweise 

Die absolute Frequenzermittlung wurde per Wortsuche im Literaturverwaltungsprogramm Citavi durchgeführt und in Microsoft Excel berechnet bzw. verarbeitet. Es wurden ausschließlich schriftliche Fachartikel, -bücher oder offizielle Berichte ausgewählt (vgl. Tab. 2), die nach freier Recherche im Internet, den offiziellen Websites der UN bzw. UNESCO und des Bibliotheks-OPACs der Bayerischen Staatsbibliothek zu den drei Domänen gefunden werden konnten. Für AC wurde als Kriterium herangezogen, dass der Begriff im Titel oder in den Keywords auftauchen sollte. Für die SDGs wurden die aktuellsten Berichte der UN (bis 2024) zum Zeitpunkt der Analyse herangezogen. Kriterien für die Auswahl der Literatur waren: leichte digitale Verfügbarkeit für vereinfachte Suche, neueste Erscheinungen/Berichte, englischsprachig (das Gros der Literatur zu AC ist auf Englisch) und für AC möglichst verschiedene Autor*innen aus Gründen der Variabilität (die meiste Literatur wurde von David Elliott bzw. Marissa Silverman verfasst). Insgesamt wurden für AC 812 Seiten (Literatur der Jahre 2012 bis 2022), den SDGs 407 Seiten (Jahre 2015 bis 2024) und ESD 447 Seiten (Jahre 2014 bis 2022) durchsucht. Die unterschiedlichen Jahresangaben für die Suche lassen sich folgendermaßen begründen: Die erste Veröffentlichung von Elliott (2012) zu AC markiert den Beginn der zunehmenden Beschäftigung mit und Veröffentlichung von Literatur zum Thema. Die SDGs wurden erst 2015 offiziell verabschiedet und ESD kurz vor der „Geburt“ der SDGs als Begriff eingeführt bzw. konkret aus SDG 4 abgeleitet (vgl. Abschnitt zu den SDGs und ESD). Das erste große Werk zu AC (Schmid Campbell/Martin 2006) wurde aufgrund des großen Zeitabstands zu den anderen Jahreszahlen nicht inkludiert. Es wurde angestrebt, einen möglichst vergleichbaren Zeitraum (alle Domänen 2012-2024) auszuwählen, der nicht weit entfernt von der Veröffentlichung der SDGs liegt. Für die Wortfrequenzanalyse wurde auf den stärker rezipierten Begriff AC zurückgegriffen. Der erste Erhebungszeitraum war im September und Oktober 2024. Eine Nacherhebung in Bezug auf die 21st Century Skills und genauere Kontexte der einzelnen Begriffe in den drei Domänen wurde im April 2025 durchgeführt. 

Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Ergebnissen von AC und den SDGs bzw. AC und ESD herstellen zu können, wurden die absoluten Häufigkeiten für AC halbiert und aufgerundet, da doppelt so viele Seiten zum Themenbereich AC analysiert wurden (siehe oben). Die Suchbegriffe wurden vor Durchführung der Wortfrequenzanalyse durch Sichtung der Lektüre bzw. deren Indizes ausgewählt: 

  • Welche Schlüsselwörter beim Lesen der Indizes als charakteristisch für AC schienen, da sie sich in verschiedenen Quellen überschnitten; 
  • ob diese Suchbegriffe (z.B. „Social responsibility“) im Vergleich zu den SDGs und ESD in ähnlichen Häufigkeiten auffindbar wären; 
  • inwiefern umgekehrt kennzeichnende Begriffe für die SDGs bzw. ESD (z.B. Klimakrise) ebenso bei AC anzutreffen wären, 
  • und welche Interkonnektivität durch die Suchbegriffe zwischen den drei Domänen herrschen könnte. 

Anschließend wurden die Termini nach den Schlüsselbegriffen für Nachhaltige Entwicklung geclustert: (1) People, (2) Planet, (3) Prosperity, (4) Peace, (5) Partnership, und um kunstbezogene Begriffe bzw. die 4Cs (siehe Abschnitt 21st Century Skills – 4Cs) der 21st Century Skills erweitert (vgl. Abb. 1). Diese Art der Clusterung lässt sich theoretisch folgendermaßen begründen: Die 5Ps stellen eine Subsummierung der SDGs dar, da jedes Ziel einem dieser 5Ps zugeordnet werden kann. Durch diese Clusterung erfolgt entlang der Kategorien eine konzeptionelle Anbindung an den internationalen Diskurs zu ESD. Methodisch begünstigt diese Clusterung eine Quantifizierung, welches P in welcher Domäne übergeordnet stark oder schwach auftritt. Inhaltlich erfassen die 5Ps zentrale Dimensionen wie soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Teilhabe, Inklusion oder Verantwortung, die für alle drei Domänen zutreffend sind. Teilweise könnten Mehrfachzuordnungen der Suchbegriffe zu den Kategorien der 5Ps vorgenommen werden. Um den künstlerischen Bezug noch deutlicher hervorzuheben, wurde eine eigene Kategorie dafür aufgemacht und die darunterfallenden Begriffe in einer Grafik zusammengefasst. Dezidiert wurde die Kategorie der 21st Century Skills extra betrachtet, um die Ergebnisse für dieses in sich geschlossene Set übersichtlich darzustellen. Die Clusterung der 21st Century Skills wurde nach dem zweiten Erhebungsdurchgang vorgenommen, alle anderen Zuordnungen bei der ersten Durchführung. Insgesamt wurden 44 Begriffe untersucht, von denen 34 Begriffe in den Grafiken zu sehen sind, die entweder eine große Diskrepanz zueinander aufweisen oder eine (wenn auch kleine) Verbindung erkennen lassen.

Abb_1
Abb. 1: Übersicht Clustering der angeführten Suchwörter (5 Ps, kunstbezogene Begriffe, 21st Century Skills)

Da der Großteil der Literatur zu den drei Domänen englischsprachig ist, wurden v.a. englischsprachige Quellen untersucht (vgl. Tab. 2). Groß- oder Kleinschreibung spielte für die Analyse keine Rolle. Es wurden in einem ersten explorativen Analyseschritt hauptsächlich Nomen als Wortart untersucht, da diese Wortart v.a. in den Indizes benutzt wurde. Für deutschsprachige Texte wären vermutlich andere Häufigkeiten für die gewählten Suchwörter zu erwarten. Es wurden komplette Texte von der Überschrift bis zu den Quellenangaben durchgesehen.

Methodenreflexion und Limitationen

Die primäre Auswahl der Texte selbst, deren Repräsentativität und die Größe des Korpus hat unmittelbar Einfluss auf die Ergebnisse und limitiert diese. Die Quellen stellen eine Momentaufnahme im Zeitraum von 2012-2024 dar, der Fundus an Literatur wächst naturgemäß laufend. Im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit wird zwar oft auf indigenes Wissen bzw. erweiterte Epistemologie (Bates et al. 2021) als Ergänzung zum schriftlichen Wort hingewiesen. Eine Untersuchung mündlicher bzw. tradierter Überlieferungsformen im Sinne einer erweiterten Epistemologie war für diesen Text jedoch nicht realisierbar. Als erweiterte Epistemologie kann hier die Auffassung vieler indigener Völker bezeichnet werden, dass sämtliche kulturelle Praktiken (z.B. Tanz, Musik, Rituale, Spiritualität) miteinander verbunden und im Einklang mit ökologischer Diversität gelebt werden und nicht als separate Phänomene nebeneinanderstehen, wie es v.a. in westlichen Sichtweisen der Fall ist (vgl. Bates et al. 2021). Ebenso wenig können durch eine rein numerische Wortfrequenzanalyse qualitative Aspekte wie Argumentationsstrukturen, Intentionen, Sprachstil, Tonalität, Emotionen etc. erfasst werden. Dies wird durch die Kontextualisierung der Ergebnisse zumindest angerissen. Aufgrund des explorativen Charakters des Vorhabens stand zunächst die ergebnisoffene Untersuchung und das Verstehen des Phänomens im Vordergrund, weshalb eine standardisierte Übereinstimmung zwischen verschiedenen Beurteilenden (Interrater-Reliabilität) nicht erfasst wurde, was in einer erneuten Erhebung Berücksichtigung finden könnte. Subjektive Interpretationsspielräume und eine individuelle Perspektive auf das Themenfeld wurden bewusst zugelassen. Da allerdings mit absoluten Häufigkeiten in der Wortfrequenzanalyse gearbeitet wurde, sind diese Spielräume bzgl. der quantitativen Ergebnisse nicht angewandt, sondern beschränken sich auf die persönlichen Interpretationen. Zudem wurde keine statistische Berechnung zu den Verhältnissen der Keywords bzw. Kategorien vorgenommen. Die Methodik könnte in einem erneuten Durchgang durchaus verfeinert (z.B. Analyse nach Verben und Gerundien) bzw. der Umfang der betrachteten Literatur erweitert werden. Die nachfolgenden einfachen Häufigkeiten und Kookkurenzen (Jünger/Gärtner 2023:366) sollen nichtsdestotrotz eine Tendenz vermitteln, wie häufig oder selten bzw. in welchen Kontexten ein Keyword (Jünger/Gärtner 2023) aufscheint.

Ergebnisse

Es erfolgt nun eine Aufschlüsselung und Diskussion der Suchwörter anhand der 5Ps, ergänzt um kunstbezogene Begriffe und die 21st Century Skills. Diese Kategorisierung lässt eine systematische Klassifikation, Vergleiche, eine Mustererkennung und gebündelte Visualisierung zwischen den Domänen AC, den SDGs und ESD zu. Aus Platzgründen können nicht alle untersuchten Begriffe ausführlich dargestellt oder eine Verknüpfung der konkreten SDGs mit AC vorgenommen werden. Ich konzentriere mich bei der Beschreibung der Suchwörter auf zusätzliche Informationen und Kontexte, die über eine reine Nennung der Zahlen in den Grafiken hinausgehen. Die englischen Originalsuchbegriffe werden dabei immer unter Anführungszeichen gesetzt, um visuell abzuheben, dass es sich hierbei nicht um eine Erläuterung der Konzepte bzw. Eigennamen handelt, was zum Teil in den Begriffsbestimmungen abgedeckt wurde, sondern um die verwendeten Suchbegriffe und die daraus resultierenden Ergebnisse der Wortfrequenzanalyse.

People

Um die SDGs anzugehen, braucht es Veränderung von und für Menschen, dass sie ihr Potenzial mit Würde, in Gleichberechtigung und in einer intakten Umwelt entfalten können (Tonegawa 2023). Der Begriff „Agency“ wurde in den dazugehörigen Quellen im Sinne des Cambridge Dictionary verstanden: „the ability to take action or to choose what action to take” (Cambridge University Press o.D.) und trat am häufigsten im Zusammenhang mit BNE auf. Der Begriff ist am ehesten mit Handlungsfähigkeit oder Wirkmächtigkeit auf Deutsch zu übersetzen und beinhaltete zivile, persönliche, politische, soziale oder kreative Handlungsfähigkeit in den Quellen. „Citizenship“ erlebte im Kontext von AC einen Ausreißer-Wert, was wenig überrascht, da sie im Begriff selbst enthalten ist. In anderen Quellen wurde „Citizenship“ meist im Sinne von Global Citizenship, Citizenship Education, guter, gelebter bzw. verantwortungsvoller Staatsbürger*innenschaft verwendet oder auch im Zusammenhang von Postnationalität. „Diversity“ bezieht sich in der Analyse auf kulturelle, geschlechtliche, religiöse oder menschliche Diversität, Biodiversität oder ganz allgemein auf das formulierte Erfordernis nach größerer Vielfalt – in Organisationen oder der Gesellschaft. Die niedrigen Werte in der Grafik lassen dieses Postulat deutlich werden (vgl. Abb. 2). Soziale Verantwortung („Social responsibility“) wurde nahezu ausschließlich in den Texten zu AC thematisiert, der Begriff selbst jedoch nicht näher ausgeführt (siehe Abschnitt Begriffserläuterungen). Mit großem Abstand wurde soziale Verantwortung am häufigsten in Deborah Bradleys (2018) Artikel erwähnt und konzeptionell erläutert. Gleichberechtigung („Equality“) bezieht sich ähnlich wie Diversität auf z.B. geschlechtliche, demokratische, gesellschaftliche, ökonomische oder gehaltliche Gleichstellung in den Quellen. Die Gewährleistung bzw. Kultivierung von Gleichberechtigung als aktiver Prozess wurde darüber hinaus genannt. „Participation“ umfasste u.a. bedeutungsvolle, kollektive, politische oder Online-Teilnahme, die Teilnahme an einem Programm, einer kulturellen Aktivität oder am öffentlichen Leben. Dazugehörige Begriffe in den untersuchten Texten sind z.B. aktive Teilnahme, Teilnahme von Lernenden oder Teilnahmequote. 

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Abb. 2: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „People” (Agency, Citizenship, Diversity, Social responsibility, Equality, Participation) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Planet

Der Planet als unsere Lebensgrundlage sollte vor Zerstörung bewahrt werden, um künftigen Generationen eine angemessene Lebensweise ermöglichen zu können (Tonegawa 2023). Da Nachhaltigkeit („Sustainability“) bzw. nachhaltig („Sustainable“) in den Begriffen der SDGs bzw. ESD vorkommen, lassen sich die hohen absoluten Häufigkeiten in der Analyse erklären. Für AC zeigt sich für Nachhaltigkeit/nachhaltig zunächst ein sehr niedriger Wert in den Texten, jedoch werden die Begriffe in neueren Publikationen zunehmend thematisiert (z.B. Thompson-Bell 2022). Im Kontext von AC wird auf nachhaltige Geschäftsmodelle, kulturelle Organisationen und die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit bzgl. des urbanen Lebens, nach politischer Veränderung und allgemein auf die Forderung nach mehr Verbindlichkeit in den Quellen verwiesen. Der einzige Suchbegriff, der im Zusammenhang mit AC keinen Treffer ergab, war Klimakrise („Climate crisis“). 

In der Literatur zu den SDGs bzw. ESD wurde Klimakrise bzgl. realer (Existenz-)Angst, der Abkehr von fossilen Brennstoffen oder bestehenden Ungleichheiten für vulnerable Personen, die durch die Klimakrise verschlimmert werden, angeführt. Zudem wurde auf die politische Ebene verwiesen: Frühere bzw. jetzige Staatschefs würden die Klimakrise nicht adressieren, es gibt eine neue Art des Nicht-Wissens bzw. generelle Rückwirkungen für Demokratien. Allgemein wird die Klimakrise in allen Publikationen der drei betrachteten Bereiche quasi nicht beschrieben (vgl. Abb. 3). Notwendigkeiten und das Fehlen von Handlungsbereitschaft werden in der Literatur zu AC im Kontext des Klimawandels („Climate change“) thematisiert. Auch das Konzept der Staatsbürger*innenschaft für eine einzelne Nation wird hinterfragt, da der Klimawandel bewohnbare Flächen verschiebt (vgl. UNHCR 2024). Wenn in den Beiträgen zu AC von Natur („Nature“) oder Umwelt („Environment“) die Rede ist, geschieht dies nicht im ökologischen Sinne, sondern im Kontext von Lernumgebungen, virtueller und sozialer Umwelt, Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Natur wird begrifflich außerdem als Natur einer Sache, als universale, mediale, physische oder kollaborative Natur genutzt bzw. im Rahmen des Springer Nature Verlag in der Sekundärliteratur (mit)gezählt. Für die SDGs umfasst Natur eine ökologische bzw. ähnliche Betrachtungsweisen wie bei AC.

Abb_3
Abb. 3: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „Planet” (Climate change, Climate crisis, Nature, Environment(al), Sustainability, Sustainable) (Agency, Citizenship, Diversity, Social responsibility, Equality, Participation) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Prosperity

Wohlstand und ein gutes Leben für alle Menschen muss im Einklang mit der Natur erfolgen (Tonegawa 2023). Wirkung („Impact“) spielt dabei im Kontext der SDGs die größte Rolle. Diese Wirkung kann in den konsultierten Veröffentlichungen entweder positiv oder negativ sein, sich auf ökologische Auswirkungen beziehen, besonders stark ausfallen oder die Effekte von Pädagogik betreffen. Bzgl. AC wurden die Auswirkungen von Krieg sowie ökonomische und kognitive Wirkungen benannt bzw. Wirkungen als dauerhaft oder signifikant beschrieben. Wieder zeigen sich Ausreißer-Werte im Zusammenhang mit dem Begriff Entwicklung („Development“) aufgrund der SDGs und ESD (vgl. Abb. 4). Begriffe wie menschliche oder persönliche Entwicklung, sowie berufliche und curriculare, aber auch ökonomische Entwicklung wurden sowohl im Kontext von AC als auch von BNE/ESD erwähnt. Wenn man die Texte zu AC betrachtet, wurden außerdem kulturelle, musikalische oder stimmliche Entwicklung angegeben. Bei ESD konnten z.B. die Kontexte Qualitäts-, Kompetenz- oder Personalentwicklung, Entwicklung von Resilienz oder Tradition verzeichnet werden. Qualität („Quality“) wurde in den Publikationen in Verbindung mit qualitativ hochwertiger Bildung (vgl. SDG 4), Lebensqualität, Qualität von Kunst (spezifisch Musik, oder Dichtkunst), Qualitätsdimensionen sowie Schulqualität thematisiert. Von besonderer Bedeutung ist, dass Bildung („Education“) in der Literatur aller drei Bereiche eine zentrale Rolle spielt. Gleichzeitig ist jedoch auf den hohen Wert für ESD hinzuweisen, da „Education“ bereits im Begriff selbst enthalten ist. Bildung kann im Kontext der SDGs oder von BNE/ESD z.B. Lehrkräfte- oder Hochschulbildung meinen. Im Zusammenhang mit AC bezieht sich Bildung auf kunstbasierte, ästhetische oder transformative Bildung, Citizenship Education oder Medienbildung. Des Weiteren wurden Bildungskontexte, -orte, -programme oder der Wert von Bildung allgemein in den untersuchten Quellen benannt.

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Abb. 4: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „Prosperity“ (Impact, Development, Quality, Education) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Peace

Frieden und Demokratie sind ebenso Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft und sollten in inklusiven Gesellschaften gepflegt werden (Tonegawa 2023). Wandel („Change“) wurde wie „Impact“ überwiegend positiv konnotiert und bezog sich vor allem auf sozialen, radikalen oder politischen Wandel, Lehrkräfte als Gestalter*innen von Wandel (teachers as agents of change), curriculare Veränderungen oder – in zeitlicher Dimension – auf historischen sowie zukünftigen Wandel. Transformation trat besonders häufig im Zusammenhang mit den SDGs und mit BNE/ESD auf. Thematisiert wurden hierbei Transformation durch und in der Wissenschaft, Transformationsprozesse, digitale Transformation sowie die verschiedenen Phasen der Transformation. Positive, langsame, spirituelle, soziale, radikale oder menschliche Transformation spielen ebenfalls eine Rolle. Ein besonders stark ausgeprägter Wert zeigte sich bei den SDGs in Bezug auf „Policy“ (also politische Grundsätze, Strategien bzw. Richtlinien), insbesondere im Zusammenhang mit politischem Engagement oder der Umsetzung von „Policy“. Die Zielmarke der SDGs im Jahr 2030 könnte diesen hohen Wert erklären. 

Demokratie („Democracy“) bzw. demokratisch („democratic“) waren die am häufigsten vorkommenden Begriffe innerhalb dieses Clusters bei AC (vgl. Abb. 5). Es ist überraschend, dass Demokratie in den anderen beiden Bereichen deutlich weniger präsent war (vgl. Abb. 4). Hier bestünde weiteres Potenzial, Projekte zur Förderung demokratischer Werte mit Nachhaltigkeitsthemen zu verbinden. Nähere Erwähnungen folgten bzgl. antiker griechischer Demokratie, demokratischer Prozesse, Ideale, Werte, Illusionen oder Denkschulen, demokratischen Lernens bzw. Performens oder der Demokratie als Staatsform. Demokratie als Begriff kann idealerweise als inhärent nachhaltig betrachtet werden – zumindest sollte diese Staatsform bewahrt werden, um die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft zu sichern (Kemfert 2022, Schluß 2022). Gerechtigkeit („Justice“) wurde in der Literatur zu AC und BNE/ESD nahezu gleich häufig erwähnt. Der Begriff war dabei mit sozialer Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Frieden, Menschenrechten sowie öko-gerechter Pädagogik verknüpft.

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Abb. 5: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „Peace“ (Change, Transformation, Policy, Democracy/democratic, Justice) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Partnership

Um die Nachhaltigkeitsagenda umzusetzen, bedarf es globaler Solidarität, der Mitarbeit aller Nationen (Tonegawa 2023) und eines breiten Denkens über einzelne Fachrichtungen hinaus. Transdisziplinarität („Transdisciplinarity/transdisziplinär“) bezeichnet das Überschreiten traditioneller Grenzen einzelner Disziplinen (Choi/Pak 2006, Maggs/Robinson 2020), um sich komplexer Probleme wie des Klimawandels anzunehmen (Vilsmaier 2021). Der Begriff wurde am häufigsten im Kontext von BNE verwendet (vgl. Abb. 6), insbesondere in Bezug auf Forschung, Pädagogik, Sensibilität für transformatives Handeln oder curriculare Ansätze. „Interaction“ meint die Wechselbeziehung mit anderen und schließt menschliche, harmonische, soziale, kreative, tägliche oder historische Interaktion ein. Der höchste Wert dafür ist bei AC zu verzeichnen und bezieht sich auf Empathie, musikalische Aktionen oder Gruppeninteraktionen bzw. deren Qualität. Der Begriff Werte („Values“) zeigte eine Vielzahl unterschiedlicher Konnotationen, z.B. künstlerische, kapitalistische, implizite, zivile oder grundlegende Werte. Werte und Ethik, Werte von Lehrpersonen sowie Nachhaltigkeitswerte wurden nahezu gleich häufig in Verbindung mit AC und BNE thematisiert. Texte zu AC legen großen Wert auf Gemeinschaft („Community“), z.B. in Form von Community-Music-Projekten. Es wurden verschiedene Arten von Gemeinschaften genannt, wie etwa lokale, indigene, rituelle oder demokratische Gemeinschaften. Konkrete Beispiele wie puerto-ricanische, queere oder Black Communities wurden erwähnt. Auch das Konzept des Community Service Learning wurde aufgegriffen. 

Abb_6
Abb. 6: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „Partnership“ (Transdisciplinarity/transdisciplinary, Interaction, Values, Community) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Kunstbezogene Begriffe

Um noch domänenspezifischer zu untersuchen, wurden von mir auf Kunst bezogene bzw. dazu assoziierte Begriffe gewählt. Es gab bereits verstärke Forderungen, Kultur („Culture“) als eigenes nachhaltiges Entwicklungsziel (SDG) in den Rahmen für eine Post-2030-Agenda aufzunehmen (Culture2030Goal campaign 2022, Heinicke 2022, siehe: „Kultur als Sustainable Development Goal?”). Betrachtet man die Werte, so kommt Kultur im Zusammenhang mit den SDGs nur selten in den herangezogenen Quellen vor, deutlich häufiger jedoch im Kontext von BNE und erwartungsgemäß am häufigsten bei AC (vgl. Abb. 7). Spezifische Kulturen wurden erwähnt: z.B. westliche, italienische, jüdische, Hip-Hop, indigene, hegemoniale oder digitale Kultur. Der Begriff bezog sich ebenso auf die Situiertheit zwischen zwei Kulturen. Bewusstsein („Awareness“) wurde in Verbindung mit AC bzgl. des Publikums benannt bzw. galt dem erhöhten, tieferen, kritischen, kulturellen oder sozialen Bewusstsein. Künstlerisch („Artistic“) ist selbstverständlich ein zentraler Bestandteil von AC und war dementsprechend oft in der gewählten Literatur zu finden. „Artistic“ kann hier Praktiken, Prozesse, Engagement, Ausdruck u.v.m. umfassen. Auch künstlerische Freiheit, Verantwortung, Erfahrenheit oder Werte spielten eine Rolle in den betrachteten Quellen. Interessanterweise waren kunstbasierte Umweltbildung sowie das Verständnis von Nachhaltigkeit durch Kunst ein Thema innerhalb der BNE. Ästhetische („Aesthetic“) Anzeichen sind in der Literatur zu BNE tatsächlich enthalten, was meines Erachtens einen vielversprechenden Untersuchungsansatz für eine zukünftige Verknüpfung mit Artizenship bietet. Es wurde sowohl von der Ästhetik der Natur selbst als auch von ästhetischen Qualitäten, sowie ästhetischen und ethischen Aspekten gesprochen. U.a. kamen in den Quellen ästhetisches Lernen, Öko-Ästhetik, ästhetische Prinzipien oder die Ästhetik bestimmter Kunstformen (z.B. Tanz, Schauspiel) zur Sprache. Ambiguität („Ambiguity“) ist ein Begriff, von dem ich erwartet hätte, dass er häufiger im kunstbezogenen Kontext auftaucht. In der Bezugs-/Grundlagenliteratur zu BNE (vgl. Tab. 2) wurde Ambiguität als die Fähigkeit beschrieben, Unsicherheit anzunehmen und darauf zu reagieren, verschiedene Ebenen der Mehrdeutigkeit zu erkennen sowie die Mehrdeutigkeit unserer Umwelt zu reflektieren. Die Ethik der Ambiguität von Simone Beauvoir (2011) fand ebenso in den ausgewerteten Texten Erwähnung.

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Abb. 7: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „Kunstbezogene Begriffe“ (Culture, Awareness, Artistic, Aesthetic, Ambiguity) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

21st Century Skills – 4Cs

Die letzte Grafik betrachtet die häufig zitierten Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts (Chalkiadaki 2018). Diese sind oft unter dem überfachlichen Begriff der 4Cs bzw. 4Ks subsummiert und umfassen: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und Kritisches Denken (vgl. Abb. 8). Die 4Cs gelten als essenzielle Meta-Kompetenzen für zukünftige Generationen, insbesondere im Hinblick auf multidimensionales Denken und transdisziplinäre Relevanz (Thornhill-Miller et al. 2023). Es gibt jedoch Kritik an diesen Kompetenzen, da sie stark auf wirtschaftliche Verwertbarkeit ausgerichtet sind – was häufig im Widerspruch zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung steht (von Hauff 2014) – oder nicht immer klar ist, was mit Skills genau gemeint ist (Thornhill-Miller et al. 2023). Kommunikation („Communication“) tauchte in vielfältiger Weise auf. Einerseits in konkreten Formen wie mündlicher oder schriftlicher Kommunikation, Kommunikationstechnologien oder in beschreibenden Begriffen wie interaktive, interessante oder unterstützende Kommunikation. Andererseits auf einer Metaebene, z.B. in Form von Misskommunikation oder Kommunikation mit der Natur bzw. mit anderen Spezies. 

Mehrere Texte in allen drei Bereichen betonten, dass Kollaboration („Collaboration“) von zentraler Bedeutung sei – obwohl die Häufigkeit der Nennungen nur ein mittleres Niveau erreichte. Kollaboration bezog sich unter anderem auf transdisziplinäre, professionelle oder musikalische Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang erscheint das Motto der Nachhaltigen Entwicklung „Global denken, lokal handeln“ (Think global, act local; dieses Zitat wird René Dubos zugeschrieben; Goff/Goodrich 1998) besonders passend. Interessanterweise ist Kreativität („Creativity“) in der BNE-Literatur stärker präsent als in der zu AC. Dies lag vor allem an einer Quelle (Ito/Nakayama 2014), die sich mit der Förderung von Kreativität und Sensibilität bei Grundschulkindern im Kontext von BNE befasste. Darüber hinaus wurde Kreativität und Innovation zusammengedacht. Kritisches Denken („Critical thinking“) wird insbesondere in den BNE-Schriften als bedeutend angesehen, sowohl in Bezug auf dessen Entwicklung als auch im Sinne einer aktiven Praxis. Thematisiert wurden dabei kritisches Denkvermögen, Performance als gemeinschaftliche Übung, die zu kritischem Denken einlädt (Rovisco 2019:55), sowie kritisches Denken im Rahmen von Debatten.

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Abb. 8: Wortfrequenzanalyse der Begriffe im Themenfeld „21st Century Skills – 4Cs“ (Communication, Collaboration, Creativity, Critical thinking) in den untersuchten Beiträgen zu den drei Schwerpunkten AC, SDGs und ESD, Angabe in absoluten Häufigkeiten, n = 1.666 untersuchte Seiten

Diskussion 

Nachfolgend sollen die wichtigsten Ergebnisse zusammengetragen und reflektiert werden. Die Forschungsfrage für diesen Artikel lautete: Welche Zusammenhänge lassen sich zwischen Artistic Citizenship (AC), den SDGs (Sustainable Development Goals) und ESD (Education for Sustainable Development) feststellen bzw. welche Verknüpfungspunkte fehlen zwischen den drei Domänen? Die erste Hälfte der Frage kann teilweise durch die Zusammenschau der Literatur beantwortet, wenngleich nicht quantifiziert werden. Wie bereits beim Abschnitt Gemeinsamkeiten der drei Domänen festgestellt werden konnte, gleichen sich die Diskurse um AC, den SDGs bzw. ESD u.a. in puncto (a) Verantwortung für jetzige und künftige Generationen, (b) Wertschätzung von kultureller Vielfalt, (c) Implementierung der Konzepte in formale, non-formale und informelle Bildungssettings, (d) Prämisse „globale Perspektive, aber lokales Handeln“, (e) Verwendung kreativer Methoden und 
(f) Ethic of Care für sich selbst, andere und den Planeten. Anhand der Ergebnisse der Wortfrequenzanalyse, die mittels der 5Ps (People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership), nach kunstbezogenen Begriffen und den 21st Century Skills geclustert wurden, können in der Kategorie „Planet“ bei den Suchbegriffen „Diversity“ und „Equality“ (vgl. Abb. 2) ähnlich hohe Werte als weitere Gemeinsamkeit zwischen allen drei Domänen festgestellt werden. Bei „Prosperity“ ist „Education“ für alle Domänen ähnlich wichtig (vgl. Abb. 4), wenn man außer Acht lässt, dass „Education“ Teil des Begriffs ESD ist. Ein hoher Häufigkeitswert findet sich für alle drei Domänen unter der Kategorie „Peace“ für den Suchbegriff „Change“ (vgl. Abb. 5). In der Kategorie „Partnership“ weisen die Domänen AC und ESD fast identische Häufigkeiten bei „Values“ auf (vgl. Abb. 6), ebenso unter dem P „Peace“ für den Begriff „Justice“ und den „21st Century Skills“ für „Communication“ (Abb. 8). Die SDGs und ESD haben beim Begriff „Transformation“ (vgl. Abb. 5) quasi gleiche Häufigkeiten. Aus der Analyse kann demnach subsummiert werden, dass für „Diversity“, „Equality“, „Education“ und „Change“ in allen drei Domänen ähnlich hohe Häufigkeiten konstatiert werden können; in zwei von drei Domänen für die Schlüsselwörter „Values“, „Justice“, „Communication“ bzw. „Transformation“ nahezu gleiche Häufigkeiten feststellbar waren und somit die erste Hälfte der Forschungsfrage weiter beantwortet und quantifiziert werden konnte. 

Folgende fehlende Verknüpfungspunkte können identifiziert werden: Die SDGs und ESD weisen wenig Treffer bzgl. Kultur, „Community“ oder sämtlicher Kunstbezüge auf. Bei den Begriffen, die für zwei Domänen ähnliche Häufigkeiten ergaben, fallen ergo Leerstellen für die dritte Domäne auf. So fehlen „Critical thinking“ (“21st Century Skills”, Abb. 8) und „Transdisciplinarity“ („Partnership“, Abb. 6) bei AC und den SDGs. „Creativity“ und „Justice“ sind jeweils bei den Texten zu den SDGs am wenigsten anzutreffen. AC weist die geringste Häufigkeit für „Transformation“ in der Analyse auf (vgl. Abb. 5). Für das gesamte P „Planet“ zeigt sich allgemein ein sehr heterogenes Bild (vgl. Abb. 3). Die größte Leerstelle kann für AC unter dieser Kategorie verzeichnet werden. Hier werden für alle Schlüsselwörter nahezu keine Treffer generiert, v.a. für „Climate crisis“ und „Climate change“. Dieser fehlende Verknüpfungspunkt legt eine bedeutende Diskurslücke frei. Generell fehlt den untersuchten Quellen aller Domänen die Vokabel der Klimakrise. Ambiguität (Mehrdeutigkeit) spielt in der herangezogenen Literatur für keine der drei Domänen eine Rolle und erzielt sehr niedrige Häufigkeiten. Ebenso ist der Begriff der „Social responsibility“ äußerst wenig in allen Texten anzutreffen, obschon der Begriff eine große Rolle bei Elliott (2012) bzw. Elliott et al. (2016a) hinsichtlich AC spielt. Für die Kategorie der kunstbezogenen Begriffe ist ähnlich der Kategorie „Planet“ ein uneinheitliches Bild zu sehen. Die fehlenden Verknüpfungspunkte für die Beantwortung der zweiten Hälfte der Forschungsfrage können zusammenfassend für den Bereich „Planet“ bei AC und für die kunstbezogenen Begriffe bei den SDGs und ESD konstatiert werden.

Im Anschluss an die Ergebnisvorstellung soll eine kurze kritische Reflexion der Ergebnisse erfolgen. Auf die meisten Limitationen der Methode bzw. die Einschränkungen der Vorgehensweise wurde bereits weiter oben eingegangen (siehe Methodenreflexion und Limitationen). Infolge des explorativen Charakters der Analyse kann kein Vergleich mit ähnlichen Untersuchungen oder ein Abgleich des Forschungsstands angestellt werden. Ebenso konnten die Kontexte, spezifische Wortbedeutungen oder semantischen Nuancen für die einzelnen Suchbegriffe nicht in aller Ausführlichkeit dargelegt werden. Die subjektiven Ergebnisbeschreibungen der einzelnen Häufigkeiten können durch die nicht vorgenommene Prüfung der Interrater-Reliabilität kritisch gesehen werden. Nun erfolgen einige Ausführungen zu den Schlüssen, die aus den Ergebnissen der Literaturschau bzw. der Wortfrequenzanalyse gezogen werden können. Abschließend wird noch ein Ausblick auf weitere Forschungsdesiderate gegeben.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Bereits vorhandene und noch zu explorierende Zusammenhänge zwischen AC, den SDGs und ESD konnten durch die Spurensuche in Form einer Wortfrequenzanalyse sichtbar gemacht werden. Anhand der Analyse lässt sich AC als noch zu explorierende Form von Nachhaltigkeit begreifen. AC und künftig Artizenship kann das ökologische Bewusstsein schärfen und inspiriert zu Handlungen im Sinne des Klimaschutzes. Dieses Konzept kann Menschen zur Wertschätzung kultureller Diversität, Identität sowie Resilienz befähigen. Artizens engagieren sich v.a. in lokalen Wirtschaftszusammenhängen und Communities mit/durch nachhaltige künstlerische Praktiken. Darüber hinaus kann AC Gemeinschaften stärken, indem sie eine Ethik des Mitfühlens (Ethic of Care) sowie kreative Problemlösungen fördert. 

Doch ich möchte noch weiter gehen und plädiere für eine begriffliche Ausweitung und eine erneute Erweiterung und Rekalibrierung des Konzepts Artizenship in Form von Sustainable Artizenship. Die aufgezeigten Leerstellen im Bereich „Planet“ für AC deuten auf eine noch zu explorierende Forschungslücke hin, da die Begriffe „Sustainability“ oder „sustainable“ in jüngeren Publikationen zu AC (vgl. Carson/Westvall 2024, Thompson-Bell 2022, Westvall/Carson 2025) verstärkt auftreten bzw. mehr betont werden. Laut Robert Unteregger (2018) braucht es Große Transformationen (WBGU 2011) und keine verhaltene Neuerung, um der Urgenz der Agenda 2030 zu entgegnen. Meines Erachtens besteht die Notwendigkeit für das Travelling Concept (Bal 2002) bzw. Kompositum der Sustainable Artizenship, um gleichsam die Handlungsdringlichkeit und -relevanz in puncto Nachhaltigkeit in der Kulturellen Bildung und speziell der Musikpädagogik zu unterstreichen und zu stärken. Marissa Silverman (2024) arbeitet in ähnlicher Weise mit dem neuen Terminus Feminist Artistic Citizenship, um AC in einen spezifischeren Kontext bzw. Positionalität zu setzen oder einen anderen Blick auf künstlerische Unterfangen zu werfen.

Sustainable Artizenship als Gedankenkonstrukt appelliert, ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit explizit als handlungsleitende Axiome in der non-formalen, informellen und besonders der formalen (Aus-)Bildung an Kunsthochschulen (explizit in musikpädagogischen Studiengängen) bzw. Kulturinstitutionen zu verankern und durch diesen strukturellen Wandel der Institutionen für eine zukunftsfähige Legitimation derselben zu sorgen. Eine Verantwortungsnegierung oder -diffusion von Akteur*innen der Kulturellen Bildung kann aus monetärer Sicht nicht geltend gemacht werden, da Studiengänge im Bereich Kunst bzw. Kunstwissenschaft mit zu den teuersten steuerfinanzierten Ausbildungswegen gehören (Statistisches Bundesamt 2025). Insofern könnte durchaus die Forderung aufgestellt werden, dass Musikpädagog*innen ihre im Studium erworbenen Fertigkeiten für das Allgemeinwohl zur Verfügung stellen und an die Gesellschaft zurückgeben sollen, ohne dass es zu Pseudo-Handeln und Pseudo-Verantwortungsübernahme kommt. 

Hochschulen mit musikpädagogischem Studienangebot können es sich in Zukunft schlicht nicht leisten, nicht über Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement innerhalb ihrer Ausbildungsstrukturen nachzudenken (Gaunt/Westerlund 2021, Schmitt-Weidmann 2025, 2023), wenn sie weiterhin relevant und nicht im Dunstkreis des Elitarismus und Klassismus verhaftet bleiben wollen (Lietzmann 2021). V.a. in der Hochschulausbildung muss eine (Be-)Handlung von Sustainable Artizenship und Nachhaltigkeitsthemen im Sinne einer One Mission (Schmitt-Weidmann 2025) außerhalb klangvoller Leitbilder stattfinden, da Absolvent*innen als Multiplikator*innen in Schulen, Verwaltungsstellen, Entscheidungspositionen etc. kommen und wirksam werden. Durch Berührungspunkte im Studium könnte eine größere Bereitschaft vorherrschen, ebenso verstärkt ökologische Verantwortung im beruflichen Schaffen zu übernehmen (Schmitt-Weidmann 2025:169, Unteregger 2018). Musik- und Kunsthochschulen müssen sich mehr denn je fragen, welchen Zweck sie und ihre Kunstformen innerhalb der Gesellschaft erfüllen (können) und welche Visionen sie verfolgen (wollen) (Gaunt et al. 2021).

In diesem Sinne möchte Sustainable Artizenship auf Vermittlungsseite für ein verändertes und erweitertes Professionsverständnis in der Kulturellen Bildung und insbesondere der Musikpädagogik stehen (Gaunt/Westerlund 2021). Sustainable Artizenship stellt eine Querschnittsaufgabe von Ausbildungsinstitutionen für alle fachlichen Richtungen dar, um deren Handabdruck (Beckmann et al. 2017) und positive Nachhaltigkeitswirkungen im Verständnis eines Whole-Institution-Approachs (Rieckmann/Bormann 2020) zu vergrößern. Allein schon aus Fachkräftemangel in 
(musik-)pädagogischen Tätigkeitsfeldern (Bundesfachgruppe Musikpädagogik e.V. 2024, Deutscher Musikrat 2025, Lazarus 2024) werden sich Kunsthochschulen nicht auf ihrer bisherigen Ausrichtung mit Forcierung des Künstlerischen ausruhen können, sondern Verantwortung übernehmen und eine Transformation vollziehen müssen (König 2024). Aus berufsperspektivischer Sicht sollen Studierende in den Teildisziplinen der Kulturellen Bildung schon im Studium befähigt werden, sich breit aufzustellen, um ihre oft eindimensionale Professionsausrichtung (Gaunt/Westerlund 2021, König 2024:432) bzw. ihr professionelles Selbstverständnis (Lang-Wojtasik/Schieferdecker 2022) und professionelles Selbstkonzept (Lehikoinen et al. 2021) zu hinterfragen. Sustainable Artizenship erweitert zudem den wissenschaftlichen Diskurs insofern, als das Verquicken der Debatten um AC, die SDGs, BNE und Nachhaltigkeit allgemein ein Novum darstellt und demzufolge einen großen Pool an Konzept- und Diskursoptionen eröffnet, der ungeahnte Synergien freisetzen kann. Gleichzeitig wird mit dieser Zusammenschau eine eigene und neue Debatte eröffnet, die von sämtlichen Fachrichtungen her (transdisziplinär) untersucht werden kann.

„Die Pädagogik ist eine Zukunftsdisziplin.“ (Schluß 2022:31): Als Künstler*innen-Pädagog*innen und globale Bürger*innen sollen/müssen wir dieser Prämisse folgend unseren Beitrag leisten und bewusster – sowie reflektierter – über Nachhaltigkeit denken, um eine zukunftsfähige Welt für jetzige Weltbürger*innen und kommende Generationen zu gestalten. AC bzw. Artizenship ist – zumindest in der von mir verwendeten Literatur – ein starkes Konzept im Kontext von Demokratie, Bildung, Wandel („Change“), Werten, „Community“ und/oder Kultur. In und mit den vielfältigen Teildisziplinen der Kulturellen Bildung können Akteur*innen ihren Einfluss ausweiten, wenn es um das Schreiben, Forschen, Musizieren oder Lehren zu Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und/oder BNE geht – ohne dabei die Wirkkraft von Musik und anderen Kunstformen zu überschätzen oder zu verklären. Durch den Einsatz kreativer Ausdrucksformen können (Musik-)Pädagog*innen zur Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit, zur Dialogförderung und zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen SDG-bezogenen Themen – von Bildung über soziale Gerechtigkeit bis hin zu kultureller Vielfalt – beitragen und lebenslanges Lernen initiieren. Um diese Forderungen zu adressieren, bedarf es eben dieser Verknüpfung verschiedener Diskurse (siehe oben) und mehr transdisziplinärer 
(Team-)Forschung, sowie eines Bewusstseinswandels an Kunsthochschulen, was in der Gegenwart bzw. Zukunft an angehende Kunstschaffende weitergegeben wird. 

Nachhaltigkeit und die Einwirkung des Menschen auf unseren Planeten ist in Bezug auf verschiedene Künste noch lange nicht auserzählt bzw. der Diskurs nicht erschöpfend geführt. Aus diesem Artikel ergeben sich weitere (transdisziplinäre) Forschungsdesiderate wie die konzeptionelle bzw. theoretische Begriffsschärfung und -erörterung von Sustainable Artizenship, ohne das Kompositum dabei Gefahr laufen zu lassen, ein leerer Modebegriff mit zu enger Interpretation zu werden (vgl. Diskussion um die Begriffsfassung zu Community Music: de Bánffy-Hall 2020). Welche Wirkung Sustainable Artizenship in Bezug zu den SDGs auf Mikro-, Meso- und Makroebene entfalten könnte und wie sich ein solcher Impact messen ließe, stellt eine weitere zentrale Fragestellung dar. Auf Policy-Ebene stellen sich folgende Fragen: Was ist notwendig, um Nachhaltigkeit im Allgemeinen, BNE und Sustainable Artizenship im Besonderen überhaupt in Kunst-/Musikhochschulen zu verankern? Auf welcher Ebene (z.B. individuell, institutionell, curricular) wären Maßnahmen anzusetzen? Welche Transformationsprozesse bzw. strukturellen Veränderungen wären notwendig, um Sustainable Artizenship in die künstlerisch-pädagogische Ausbildung inkorporieren zu können (vgl. von Elsenau et al. 2023)? Im Zuge einer veränderten Professionsausrichtung bzw. sich wandelnder Anforderungen an Musikpädagog*innen sind die dafür notwendigen Kompetenzen gleichermaßen zu adressieren. Die letztgenannten drei Fragen bilden die Grundlage für meine eigene weitere Forschung.

Die Verbindung von Sustainable Artizenship und Service Learning herauszuarbeiten bzw. Service Learning als mögliche Applied Sustainable Artizenship zu etablieren, wäre eine zusätzliche künftige Forschungsoption für die praktische Ausgestaltung des Konzepts Sustainable Artizenship. Service Learning bzw. verantwortungsbasiertes Lernen bedeutet, sich im Sinne des Gemeinwohls zu engagieren (Backhaus-Maul/Jahr 2021) – beispielsweise durch die Organisation eines Benefizkonzerts im Rahmen eines Seminars von Musikstudierenden zur Erhaltung eines von baldiger Schließung bedrohten lokalen Theaters.

Ebenso sollte AC bzw. Artizenship eine größere Aufmerksamkeit innerhalb der Kulturellen Bildung zuteilwerden. Eine systematische Literaturbesprechung zu Nachhaltigkeit und Musikpädagogik (vgl. für das Bildungswesen: Albuquerque/Gomes dos Santos 2024) fehlt bislang in deutsch- sowie englischsprachigen Veröffentlichungen. Ich betrachte die bisherige Seltenheit bzw. Abwesenheit der Behandlung von klima- bzw. nachhaltigkeitsbezogenen Themen (vgl. Abb. 3) in Verbindung mit AC als eine bedeutende Leerstelle und hoffe, dass künftig vermehrt Studien durchgeführt werden, die Artizenship und Sustainability miteinander verbinden oder die Klimakrise zum Thema machen. 

Abschließend lässt sich festhalten, dass Nachhaltigkeit integraler Bestandteil der Kulturellen Bildung und auch der Musikpädagogik sein muss. Ausgehend von dem Begriff der Sustainable Artizenship als Verbindung künstlerischer Praxis mit gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung ist es unerlässlich, der gegenwärtigen Dynamik disruptiver Krisenhaftigkeit mit entsprechenden fachlichen Konzepten zu begegnen.

Anhang

Tab_2
Tab. 2: Untersuchte Quellen AC, SDGs, ESD

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Veronika Hofer (2026): Zwischen Kunst und Klima: Wie Wortfrequenzen künstlerische und ökologische Gesellschaftsverantwortung sichtbar machen . In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE: https://www.kubi-online.de/artikel/zwischen-kunst-klima-wortfrequenzen-kuenstlerische-oekologische-gesellschaftsverantwortung (letzter Zugriff am 11.02.2026).

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