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Sozialpsychologische Dimensionen der Teilhabe

von Heiner Keupp (27. Feb. 2014) Erscheinungsjahr: 2014

Partizipation ist eine zentrale Rahmenvoraussetzung für produktive Projekte der Identitätsarbeit in einer spätmodernen Gesellschaft. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass es keine dauerhaften und stabilen Bezugspunkte für die individuelle Le­bensführung gibt. Identitätsarbeit kann heute nicht als Übernahme von traditionel­len kulturellen Entwurfsschablonen gelingen, sondern erfordert einen aktiven Pro­zess identitärer Passungsarbeit. Daraus folgt erstens, dass Partizipation nicht nur als eine „Schönwetterkür" angesehen werden darf, sondern als eine „Verwirklichungs­chance" für gelingendes Leben gelten muss, und zweitens, dass die reale gesell­schaftliche Ungleichverteilung dieser Ressource durch Empowermentstrategien zu verändern ist.

Im 12. Kinder- und Jugendbericht heißt es: „Kulturelle Partizipation befördert die Bereiche der Rezeption, der Kommunikation und der Produktion. Die kulturell bezo­genen Lern- und Erlebnisorte vermitteln einen vielfältigen Erwerb entsprechender Kompetenzen (instrumentell, kulturell, sozial, personal). Die jeweiligen kulturellen Inhalte und Angebote stellen für Kinder und Jugendliche eine Bandbreite von Hand­lungsmöglichkeiten, Lebenskonzepten und Lebensmodellen sowie Antworten auf Fra­gen nach Welterklärung und Lebenssinn zur Verfügung. Kinder und Jugendliche inte­ressieren an diesen Orten jedoch nicht nur die kulturellen Angebote, sondern auch und im Besonderen die Begegnung mit anderen Kindern und Jugendlichen. Dabei werden kommunikative Prozesse in Gang gesetzt [...] Die gemeinsamen Erfahrungen fördern das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl. Kinder und Jugendliche haben ferner eine hohe Bereitschaft zum emotionalen Miterleben sowie zur Identifikation [...] Die kulturellen Orte des Lernens und (Mit-)Erlebens repräsentieren schließlich Öffentlich­keit, denn ein erheblicher Anteil der kulturellen Arbeit basiert auf ehrenamtlichem Enga­gement von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen" (2006, S. 230).

In solchen programmatischen Formulierungen wird der hohe Stellenwert sichtbar, den Fachleute aus der Jugend- und Jugendhilfeforschung dem Thema Partizipation einräumen. Es wird auch deutlich, dass es hier nicht nur um ein paar Freiräume geht, in denen Heranwachsende im Sinne der klassischen Schülermitverwaltung eine Art „Partizipation light" angeboten bekommen.

Kompetenzen und Ressourcen gelingender Lebensbewältigung und Identitätsarbeit

Zukunftschancen für Heranwachsende werden nicht nur durch „formelle Bildungsan­gebote" verteilt, sondern vor allem auch durch „informelle Bildung", die sich im Alltag von Familien, Nachbarschaft, Kultur, Freizeit und Jugendarbeit vollzieht. In einer individualisierten Gesellschaft, in der die Menschen ihre Biografien immer weniger in den gesicherten Identitätsgehäusen der Berufsarbeit einrichten können, in der die traditionellen Geschlechterrollen ihre Facon verloren haben und in der Lebenssinn zur Eigenleistung der Subjekte wird, sind vermehrt Fähigkeiten zur Selbst­organisation gefordert. Fertige soziale Schnittmuster für die alltägliche Lebensfüh­rung verlieren ihren Gebrauchswert. Sowohl die individuelle Identitätsarbeit als auch die Herstellung von gemeinschaftlich tragfähigen Lebensmodellen unter Menschen, die in ihrer Lebenswelt aufeinander angewiesen sind, erfordert ein eigenständiges Verknüpfen von Fragmenten. Bewährte kulturelle Modelle gibt es dafür immer weni­ger. Die roten Fäden für die Stimmigkeit unserer inneren Welten zu spinnen, wird ebenso zur Eigenleistung der Subjekte wie die Herstellung lebbarer Alltagswelten. Menschen müssen in der Lage sein, ein Berufsleben ohne Zukunftsgarantien zu mana­gen, ihren individuellen Lebenssinn ohne die Vorgabe von Meta-Erzählungen zu ent­wickeln und eine Komplexität von Weltverhältnissen auszuhalten, die nur noch in Sekten auf ein einfaches Maß reduziert werden kann. Gefordert ist eine Perspektive der „Selbstsorge" (wie Michel Foucault es genannt hat) oder eine „Politik der Lebens­führung" (so Anthony Giddens).

Im Zentrum der Anforderungen für eine gelingende Lebensbewältigung stehen die Fähigkeiten zur Selbstorganisation, zur Verknüpfung von Ansprüchen auf ein gutes und authentisches Leben mit den gegebenen Ressourcen und letztlich die innere Selbstschöpfung von Lebenssinn. Es gibt gesellschaftliche Phasen, in denen der indi­viduellen Lebensführung die bis dato stabilen kulturellen Rahmungen abhanden kom­men und sich keine neuen verlässlichen Bezugspunkte der individuellen Lebensbe­wältigung herausbilden. Gegenwärtig befinden wir uns in einer solchen Phase.

Meine These bezieht sich genau darauf: Identitätsarbeit hat als Bedingung und als Ziel die Schaffung von Lebenskohärenz. In früheren gesellschaftlichen Epochen war die Bereitschaft zur Übernahme vorgefertigter Identitätspakete das zentrale Kriteri­um für Lebensbewältigung. Heute kommt es auf die individuelle Passungs- und Iden­titätsarbeit an, also auf die Fähigkeit zum „Selbsttätigwerden" oder zur „Selbstein­bettung". Das Gelingen dieser Identitätsarbeit bemisst sich für das Subjekt von innen am Kriterium der Authentizität und von außen am Kriterium der Anerkennung.

Was bedeuten solche grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen für Kinder und Jugendliche? - Die 13. Shell-Studie hat gezeigt, dass immerhin 35 % der westdeut­schen und 42 % der ostdeutschen Jugendlichen eher düster in die erwartbare Zukunft blicken. Und bemerkenswert finde ich, dass sich nur 21 % gut auf zukünftige Ent­wicklungen vorbereitet fühlen. Die PISA-Studie hat die Heranwachsenden bestätigt.

Es kommt darauf an, Heranwachsende in ihren Ressourcen so zu stärken, dass sie ihre eigene Identitätspassung finden. Diese Empowermentperspektive ist unabdingbar an verbindliche und umfassende Partizipation gebunden, die von Erwachsenen nicht als Gnadenerweis aus der politischen Dominanzkultur der Erwachsenen eröffnet, aber auch wieder genommen werden kann, wenn es dieser politisch nicht mehr opportun erscheint. Welche Ressourcen aber werden benötigt, um selbstbestimmt und selbst­wirksam einen eigenen Weg in einer so komplex gewordenen Gesellschaft gehen zu können? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit lassen sich die folgenden nennen:

Lebenskohärenz

In einer hochpluralisierten und fluiden Gesellschaft ist die Ressource „Sinn" eine wichtige, aber auch prekäre Grundlage der Lebensführung. Sie kann nicht einfach aus dem traditionellen und jederzeit verfügbaren Reservoir allgemein geteilter Werte bezogen werden. Sie erfordert einen hohen Eigenanteil an Such-, Experimentier- und Veränderungsbereitschaft. Menschen werden ständig mit belastenden Lebenssituati­onen konfrontiert, denen sie mit Widerstand oder Sicherheit begegnen. Kognitive Widerstandsquellen sind „symbolisches Kapital", also Intelligenz, Wissen und Bil­dung. Eine zentrale Widerstandsquelle bezeichnet die Ich-Identität, also eine emoti­onale Sicherheit in Bezug auf die eigene Person. Die Ressourcen einer Person schlie­ßen als zentralen Bereich seine zwischenmenschlichen Beziehungen ein, also die Möglichkeit, sich von anderen Menschen soziale Unterstützung zu holen, sich sozial zugehörig und verortet zu fühlen.

Boundary management

In einem soziokulturellen Raum der Überschreitung fast aller Grenzen wird es immer mehr zu einer individuellen oder lebensweltspezifischen Leistung, die für das eigene „gute Leben" notwendigen Grenzmarkierungen zu setzen. Als nicht mehr verlässlich erweisen sich die Grenzpfähle traditioneller Moralvorstellungen, der nationalen Sou­veränitäten, der Generationsunterschiede, der Markierungen zwischen Natur und Kul­tur oder zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit. Der Optionsüberschuss erschwert die Ent­scheidung für die richtige eigene Alternative. Beobachtet wird - nicht nur - bei Jugendlichen eine zunehmende Angst vor dem Festgelegtwerden („Fixeophobie"), weil damit ja auch der Verlust von Optionen verbunden ist. Letztlich kommt es darauf an, dass Subjekte lernen müssen, ihre eigenen Grenzen zu finden und zu ziehen - auf der Ebene der Identität, der Werte, der sozialen Beziehungen und der kollektiven Einbettung.

Soziale Ressourcen

Gerade für Heranwachsende sind neben familiären Netzwerken ihre peer groups eine wichtige Ressource. Es geht um die Frage, welche Mittel in bestimmten Belastungssi­tuationen im Netzwerk verfügbar sind oder von den Subjekten aktiviert werden kön­nen, um diese zu bewältigen. Das Konzept der „einbettenden Kulturen" (Kegan 1986) zeigt die Bedeutung familiärer und außerfamiliärer Netzwerke für den Prozess einer gelingenden Identitätsarbeit vor allem bei Heranwachsenden. Dieser kann im Sinne von Modellen selbstwirksamer Lebensprojekte erfolgen, über die Rückmeldung zu eigenen Identitätsstrategien, über die Filterwirkung kultureller und vor allem media­ler Botschaften, aber auch durch die Bewältigung von Krisen und Belastungen. Ein zweiter Aspekt kommt hinzu: Netzwerke bedürfen der aktiven Pflege und erfordern ein Bewusstsein dafür, dass sie nicht selbstverständlich vorhanden sind. Für sie muss etwas getan werden, sie bedürfen der aktiven Beziehungsarbeit und diese wiederum setzt soziale Kompetenzen voraus. Sind diese Kompetenzen im eigenen Sozialisati- onsmilieu nicht aktiv gefördert worden, dann werden die „einbettenden Kulturen" auch nur ungenügend jene unterstützende Qualität für eine souveräne Lebensgestal­tung erzeugen können, die ihnen zukommen sollte.

Das gegenwärtig durchgeführte Kinderpanel des Deutschen Jugendinstituts zeigt, dass soziale Ressourcen in Form von guten Freunden und der Einbindung in Gruppen Gleichaltriger sozial ungleich verteilt sind.

Materielle Ressourcen

Die Armutsforschung zeigt, dass Kinder und Jugendliche überproportional von Armut betroffen sind und Familien mit Kindern nicht selten mit dem „Armutsrisiko" zu leben haben. Da materielle Ressourcen eine Art Schlüssel im Zugang zu anderen Ressourcen darstellen, entscheiden sie auch mit über Zugangschancen zu Bildung, Kultur und Gesundheit. Hier liegt das zentrale und höchst aktuelle sozial- und gesell­schaftspolitische Problem. Eine Gesellschaft, die sich ideologisch, politisch und öko­nomisch fast ausschließlich auf die Regulationskraft des Marktes verlässt, vertieft die gesellschaftliche Spaltung und führt auch zu einer wachsenden Ungleichheit der Chan­cen an Lebensgestaltung. Hier holt uns immer wieder die klassische soziale Frage ein. Die Fähigkeit zu und die Erprobung von Projekten der Selbstorganisation sind ohne ausreichende materielle Absicherung nicht möglich. Ohne die Chance auf Teilhabe am gesellschaftlichen Lebensprozess in Form von sinnvoller Tätigkeit und angemessener Bezahlung ist es für Heranwachsende kaum möglich, Autonomie und Lebenssouverä­nität zu gewinnen.

Die gesellschaftlichen „disembedding"-Erfahrungen gefährden die unbefragt selbst­verständliche Zugehörigkeit von Menschen zu einer Gruppe oder einer Gemeinschaft. Die „Wir-Schicht" der Identität - wie sie Norbert Elias nennt -, also die kollektive Identität, wird als bedroht wahrgenommen. Es wächst das Risiko, nicht zu dem ge­sellschaftlichen Kern, in dem sich dieses „Wir" konstituiert, zu gehören. Die Soziolo­gie spricht hier von Inklusions- und Exklusionserfahrungen.

Anerkennungskulturen

Eng verbunden mit der Zugehörigkeitsfrage ist die Anerkennungserfahrung. Ohne Kontexte der Anerkennung ist Lebenssouveränität nicht zu gewinnen. Auch hier er­weisen sich die gesellschaftlichen Strukturveränderungen als zentrale Ursache dafür, dass ein „Kampf um Anerkennung" entbrannt ist. Anerkennung muss - wie es Charles Taylor (1993, S. 27) herausarbeitet - auf der persönlichen und gesellschaftlichen Ebene erworben werden und insofern ist sie prekär geworden: „So ist uns der Diskurs der Anerkennung in doppelter Weise geläufig geworden: erstens in der Sphäre der persönlichen Beziehungen, wo wir die Ausbildung von Identität und Selbst als einen Prozess begreifen, der sich in einem fortdauernden Dialog und Kampf mit signifikan­ten Anderen vollzieht; zweitens in der öffentlichen Sphäre, wo die Politik der gleich­heitlichen Anerkennung eine zunehmend wichtigere Rolle spielt." Charles Taylor (1993, S. 27) geht davon aus, „dass unsere Identität teilweise von der Anerkennung oder Nicht-Anerkennung, oft auch von der Verkennung durch die anderen geprägt (werde), so dass ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen wirklichen Schaden nehmen, eine wirkliche Deformation erleiden kann, wenn die Umgebung oder die Gesellschaft ein einschränkendes, herabwürdigendes oder verächtliches Bild ihrer selbst zurückspie­gelt." (S. 13f.).

Interkulturelle Kompetenzen

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund steigt ständig. Diese Heranwachsenden erweisen sich als kreative Schöpfer/innen von Lebenskon­zepten, die die Ressourcen unterschiedlicher Kulturen integrieren. Sie bedürfen aber des gesicherten Vertrauens, dass sie dazu gehören und in ihren Identitätsprojekten anerkannt werden. In der schulischen Lebenswelt treffen Heranwachsende aufeinander, die unterschiedliche soziokulturelle Lern- und Erfahrungsvoraussetzungen mitbrin­gen, die zugleich aber auch den Rahmen für den Erwerb interkultureller Kompetenzen bilden.

Zivilgesellschaftliche Kompetenzen

Der Begriff der Zivilgesellschaft beruht auf der Idee einer zukunftsfähigen demokra­tischen Alltagskultur, die von der identifizierten Beteiligung der Menschen an ihrem Gemeinwesen lebt und in der Subjekte durch ihr Engagement zugleich die notwendi­gen Bedingungen für gelingende Lebensbewältigung und Identitätsarbeit in einer offenen pluralistischen Gesellschaft schaffen und nutzen. „Bürgerschaftliches Enga­gement" wird aus dieser Quelle der vernünftigen Selbstsorge gespeist. Menschen suchen in diesem Engagement Lebenssinn, Lebensqualität und Lebensfreude und han­deln aus einem Bewusstsein heraus, dass keine, aber auch wirklich keine externe Autorität das Recht für sich beanspruchen kann, die für das Subjekt stimmigen und befriedigenden Konzepte des richtigen und guten Lebens vorzugeben. Zugleich ist gelingende Selbstsorge von dem Bewusstsein durchdrungen, dass für die Schaffung autonomer Lebensprojekte soziale Anerkennung und Ermutigung gebraucht wird - sie steht also nicht im Widerspruch zu sozialer Empfindsamkeit, vielmehr setzen beide Aspekte einander wechselseitig voraus. Und schließlich heißt eine „Politik der Le­bensführung" auch: Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass meine Vorstellungen vom guten Leben im Delegationsverfahren zu verwirklichen sind. Ich muss mich ein­mischen. Eine Zivilgesellschaft lebt von dem Vertrauen der Menschen in ihre Fähig­keiten, im wohlverstandenen Eigeninteresse gemeinsam mit anderen die Lebensbe­dingungen für alle zu verbessern.

Inklusion und Exklusion

„Ausgrenzung" und „Teilhabe" sind in der Debatte um soziale Ungleichheit zu Schlüs­selbegriffen geworden. Dabei geht es um veränderte Formen sozialer Ungleichheit und um eine Zunahme von Risikogruppen. Soziale Ausgrenzung, das heißt Deklassie­rung und Isolation. Hat sich die Ungleichheitsforschung bisher wesentlich der Vertei­lung von materiellen Ressourcen gewidmet, so verweist der Ausgrenzungsdiskurs auf mehr als die Sicherung des Lebensstandards. Er bezieht sich umfassender auf eingeschränkte Teilhabechancen mit Blick auf soziale Rechte und etablierte Gerechtig­keitsnormen. Die Folgen von Arbeitslosigkeit und Armut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werden in den Mittelpunkt gerückt. Theoretische Debatten um soziale Ungleichheit kreisen somit nicht mehr nur um Verteilungsfragen, sondern widmen sich Aspekten der Zugehörigkeit und Integration (vgl. Böhnke 2005).

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