Diskurs: Staatsauftrag „Kultur für alle“ in der DDR

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von Birgit Mandel, Birgit Wolf

Erscheinungsjahr: 2021

Abstract

Erstürmt die Höhen der Kultur!" – Mit diesem Anspruch an die Bevölkerung erfuhren Kunst und Kultur in der DDR Anerkennung und eine hohe staatliche Förderung. Ein engmaschiges System der Kulturvermittlung von Kindergärten über Schulen und Jugendorganisationen bis zu Betrieben wurde etabliert. Inwieweit gelang es in der DDR, Ziele einer Kultur für alle und von allen" umzusetzen? Verhinderte die ideologische Funktionalisierung kulturelle Selbstbildungsprozesse? Und wie viel Zwang und Freiraum boten Künste und kulturelle Arbeit? Auf Basis von Originaldokumenten sowie fast 100 Interviews mit Experten aus Kulturpolitik, Kulturwissenschaft, Kulturvermittlung und den Künsten sowie Zeitzeugen wurden im Forschungsprojekt kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung in der DDR aufgearbeitet und für aktuelle Diskurse fruchtbar gemacht.

Die zentralen Erkenntnisse des Forschungsvorhabens Kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR stellt kubi-online multimedial vor: 

  • Kurzfassung der zentralen Erkenntnisse. 
  • Open Access-Zugang zur Publikation Staatsauftrag Kultur für alle": Kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR ab Oktober 2021.
  • Video-Mitschnitte der Fachtagung Staatsauftrag Kultur für alle: Kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR - Impulse für die Gegenwart, die in Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Universität Hildesheim und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin am 29. Oktober 2020 in der Berliner Stadtbibliothek stattfand.
  • Radio-Sendung Kulturvermittlung in den Betrieben von Eva-Maria Götz-Laufenberg mit Interviews der Autorinnen.

Kurzfassung der Studie: Staatsauftrag „Kultur für alle“ in der DDR

„Die Förderung der Künste, der künstlerischen Interessen und Fähigkeiten aller Werktätigen und die Verbreitung künstlerischer Werke und Leistungen sind Obliegenheiten des Staates und aller gesellschaftlichen Kräfte. Das künstlerische Schaffen beruht auf einer engen Verbindung der Kulturschaffenden mit dem Leben des Volkes.“ So formulierte die Verfassung der DDR den staatlichen Auftrag einer „Kultur für und von allen“ seit 1968.

Auf welche Weise wurde in der DDR versucht, Kunst und Kultur der breiten Bevölkerung und vor allen den Arbeiterinnen und Arbeitern, Bäuerinnen und Bauern zugänglich zu machen? Wurden Ziele einer „Kultur für alle und von allen“ erreicht? Gelang es auch nicht kunstaffine Werktätige aus wenig bildungsorientierten Schichten zum einen für sogenannte Hochkulturformen zu interessieren, zum anderen sie zum eigenen künstlerisch-kreativen Schaffen zu motivieren? Inwieweit verhinderte die ideologische Funktionalisierung kultureller Arbeit als sozialistische Persönlichkeitsbildung kulturelle Selbstbildungsprozesse? Welche Freiräume gab es in den Künsten und der kulturellen Arbeit? Und welche Impulse lassen sich aus den Erfahrungen der DDR-Kulturarbeit für aktuelle Diskurse zur kulturellen Teilhabe und kulturellen Bildung gewinnen?

In einem Forschungsprojekt, in das Studierende der Hildesheimer Kulturwissenschaften eingebunden waren, wurden diese Fragen auf Basis von Originaldokumenten der SED und Kulturpolitik in der DDR, Praxisanleitungen für Kulturarbeitende, Studien von Kultursoziologen sowie retrospektive Analysen untersucht. Zentrale Erkenntnisse wurden aus 32 Interviews mit Experten aus Kulturwissenschaft, Kulturvermittlung, Kulturpolitik und Kunstschaffenden sowie 60 Interviews mit Zeitzeugen gewonnen.

„Erstürmt die Höhen der Kultur!“ – mit diesem Anspruch an die Arbeiterschaft wurden in der DDR sowohl die klassische Kunst und Kultur und ihre Vermittlung ebenso wie die sozialistische Gegenwartskunst, die Volkskunst und Unterhaltungskunst intensiv gefördert. Die DDR investierte im Vergleich zur Bundesrepublik überdimensional viel in die Kulturförderung: Sie wollte damit die kulturelle Überlegenheit gegenüber dem Westen, dem Kapitalismus demonstrieren und erhoffte sich davon weitreichende Wirkungen für den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft. Der Staat etablierte seit Anbeginn ein engmaschiges System der Kulturarbeit, um über Kunst und Kultur das politische Ideal engagierter und parteilicher „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen, aber auch indirekt die wirtschaftliche Produktivität zu steigern.

Den Begriff der Kulturellen Bildung gab es in der DDR nicht, man sprach stattdessen vom „geistig-kulturellen Leben der Bevölkerung“, der „Erziehung der allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit“ oder von „Steigerung des Kulturniveaus“.

Um dies zu erreichen, war die kulturelle (Vermittlungs-)Arbeit verbindlich verankert in den Kindergärten, Schulen, Jugendorganisationen, im Wohnumfeld und vor allem in den Betrieben. Im Zuge des „Bitterfelder Weges“ wurden Betriebe seit 1959 angehalten, kulturelle Angebote sowohl in Form rezeptiver Aktivitäten wie gemeinsamen Theater- oder Ausstellungsbesuche als auch in Form von Zirkeln des künstlerisch-kulturellen Volksschaffens anzubieten, die oft von Künstlerinnen und Künstlern angeleitet wurden (siehe: Ute Mohrmann „Zur Volks- und Laienkunst, zum Bildnerischen Volksschaffen in der DDR"). Verbunden waren diese Aktivitäten mit der Errichtung von multifunktionalen Kulturhäusern vor allem im Umfeld von Betrieben in Städten und Dörfern, die ein breites Spektrum künstlerisch-kultureller Aktivitäten für alle anboten: Für Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene und Rentner.

Das künstlerische Volksschaffen wurde als Massenbewegung ausgebaut, anfänglich sogar mit der Perspektive, die Grenzen zwischen Laienkunstschaffen und professionellem Kunstschaffen perspektivisch aufzulösen (siehe: Rüdiger Bernhardt „Schreibende Arbeiter und ihre Zirkel – Erwartungen, Praxis und Ergebnisse"). Die Ergebnisse des Laienkunstschaffens wurden auf den Bühnen der Betriebe, in Wettbewerben und auf den nationalen und internationalen Festivals oder den Arbeiterfestspielen prominent präsentiert.

Um die Wirkungen der mannigfaltigen Programme zu überprüfen, aber auch die Interessen und Bedürfnisse der Werktätigen zu generieren, wurden seit Mitte der 1960er Jahre umfassende empirische Studien zu den „Kulturbedürfnissen“ und kulturellen Aktivitäten der Bevölkerung durchgeführt, um die realen Interessen zu erfassen. Auf Basis der ernüchternden Ergebnisse, dass sich insbesondere ein Großteil der Arbeiter nur wenig für das klassische und zeitgenössische Repertoire von Theater, Literatur, Musik und noch weniger für politische Vorträge interessierte, sondern sich vor allem für gesellige und unterhaltsame Kulturformen wie Tanzveranstaltungen, Schlager- und Beatmusik, Operette und Feste begeisterte, wurde der Unterhaltungskunst fortan ein hoher Stellenwert beigemessen (siehe: Gerd Dietrich: „Kulturgeschichte der DDR – Gegenstand und Narrative"). Hohe Qualitätsansprüche wurden beispielsweise an die Schlagermusiker gestellt: Auch sie mussten ein Musikstudium absolvieren. Aufgrund des fehlenden Marktes förderte und organisierte der Staat diesen: 1973 wurde das Komitee für Unterhaltungskunst gegründet.

Mannigfaltig waren die Kooperationen von gesellschaftlichen Organisationen, Betrieben, Bildungs- und Kultureinrichtungen, die planmäßig entwickelt und systematisch in Bildungspläne und den Alltag der Werktätigen eingebunden wurden, so dass alle mit vielfältigen Kunst- und Kulturformen in Berührung kamen. Kulturvermittlung war als durchgängige Folge vom Kindergarten über Schule, Jugendorganisationen und Betriebe integriert und somit brach der Kontakt zu unterschiedlichen Kunst- und Kulturformen auch im Erwachsenenalter nicht ab.

Ambivalent war das Verhältnis des Staates zu den Künsten und deren Wirkungen: Auf der einen Seite versuchte der Staat, seinen Bürgern ein attraktives Kulturangebot bereitzustellen und sie zu eigenen künstlerischen Ausdrucksweisen zu befähigen, auf der anderen Seite waren Zensur und Verbote künstlerischer Werke oder kultureller Aktivitäten, die nicht in die Ideologie passten, allgegenwärtig. Jedoch zeigte sich, dass sich künstlerisch-kulturelle Arbeit nur bedingt instrumentalisieren lässt. So lebten die Menschen mit dem Widerspruch, einerseits als allseitig gebildete sozialistische Persönlichkeit eigene Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeiten über kulturelle Betätigungen und die Künste in ihrer Komplexität und Mehrdimensionalität herauszubilden, andererseits in ihren individuellen kulturellen Gestaltungsmöglichkeiten kontrolliert und gedeckelt zu werden.

In den diversen Quellen und insbesondere den durchgeführten Interviews wird immer wieder die Differenz zwischen den offiziellen Berichten und den tatsächlich stattfindenden Aktivitäten betont. Trotz staatlicher Kontrolle des Berufs- und des Laienkulturschaffens gab es vielfältige Freiräume und Nischen für das, was die Menschen interessierte, auch für subkulturelle und alternative künstlerische und kulturelle Aktivitäten. Die Künste wurden sowohl von den befragten Kulturvermittlern als auch den Zeitzeugen insbesondere durch ihre Mehrdeutigkeit als Freiraum wahrgenommen, um andere Ideen und Perspektiven auszudrücken.

Entgegen aller Bildungs- und Erziehungsbemühungen im Sinne der angestrebten „klassenlosen Gesellschaft“ des Kommunismus blieben Unterschiede zwischen den Klassen, also zwischen den Mitgliedern der Intelligenz (Akademiker) und den Arbeitern und Bauern in Bezug auf kulturelle Interessen und Aktivitäten bestehen. Trotz vielfältiger Vermittlungsmaßnahmen gelang es in den 40 Jahren DDR nicht, Menschen aller sozialen Schichten und vor allem die avisierte Arbeiterschaft für komplexe Formen zeitgenössischer Kunst sowie klassischer Hochkultur nachhaltig zu interessieren. Aktuelle Studien und die geführten Interviews zeigen jedoch, dass der Anspruch kulturvoll zu leben für DDR-Bürger selbstverständlicher war und das Bedürfnis nach künstlerisch-kultureller Betätigung DDR-Sozialisierter aller Milieus noch heute alltäglicher zu sein scheint.

Die Erkenntnisse des Forschungsprojektes „Staatsauftrag: „Kultur für alle“ – Ziele, Programme und Wirkungen kultureller Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR" werden für alle kostenfrei werden ab Oktober 2021hier zur Verfügung stehen.
Bis dahin ist die Publikation als Print- und PDF-Version bei transcript erhältlich.

Fachtagung: Staatsauftrag: „Kultur für alle“
Kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR – Impulse für die Gegenwart

Welche Erfahrungen können wir in Ost- und Westdeutschland teilen und welche Impulse daraus gemeinsam weiterentwickeln? Was nehmen wir aus der Vergangenheit in die Jetztzeit mit? Die Fachtagung, die in Kooperation der Universität Hildesheim, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin am 29. Oktober 2020 stattfand, widmete sich einem Thema, das besondere Erfahrungen der DDR ins Heute bringt: Strategien und Instrumente kultureller Teilhabe und kultureller Bildung.

Auf der Fachtagung wurden Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Universität Hildesheim präsentiert, in dem erstmalig Erkenntnisse über Ziele, Strukturen und Wirkungen von Maßnahmen zur kulturellen Teilhabe in der DDR aufgearbeitet wurden. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kulturvermittlung, Kulturwissenschaft, Kulturpolitik und Kunst diskutierten und reflektierten die Maßnahmen für kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR aus ihrem Erfahrungshintergrund und setzen Bezüge zur aktuellen Situation. Ein Fokus lag dabei auf Projekten und Maßnahmen, die nach heutiger Perspektive „kunstferne“ Zielgruppen erreichen sollten, insbesondere Kinder und Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern sowie Erwachsene aus der Arbeiter- und Bauernklasse. Neben der Diskussion zu den Erkenntnissen aus dem Projekt wurde danach gefragt, welche Erfahrungen für die Programme kultureller Bildung und die Ausgestaltung von Kulturpolitik für kulturelle Teilhabe der Gegenwart produktiv sein könnten.

Erscheinungsjahr
2021
Beitragsdauer
00:25:48
Erscheinungsjahr
2021
Beitragsdauer
00:50:24

Teilnehmer*innen der Abschlussdiskussion:

  • Prof. Dr. Michael Hofmann, Professor am Institut für Soziologie der TU Dresden, ehemaliger Aspirant an der Sektion Kultur- und Kunstwissenschaften der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • Kerstin Hübner, Leiterin des Arbeitsbereichs „Kooperation, Bildung, Innovation“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung 
  • Dr. Tobias Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, Beigeordneter für Kultur und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Erfurt

Moderation:

  • Dr. Doreen Götzky, Leiterin des Kreismuseums Peine
  • Larissa Gehrke, Studentin Master Kulturvermittlung
Erscheinungsjahr
2021
Beitragsdauer
00:11:52

Radiobeitrag: Kulturvermittlung in den Betrieben

Die Betriebe nahmen in der DDR bei der allseitigen Erziehung der sozialistischen Persönlichkeit im Lebenslauf eine wichtige Stellung ein: Künstler*innen gingen in die Betriebe, um Zirkel des künstlerischen Volksschaffens anzuleiten und zugleich Sujets für ihre Werke zu generieren. Zudem waren die Brigaden, also die Teams, über den sozialistischen Wettbewerb des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) angehalten, Theater-, Konzert- und Museumsbesuche für alle zu organisieren. Die Deutschlandfunk-Sendung Kulturvermittlung in den Betrieben von Eva-Maria Götz-Laufenberg beschäftigt sich mit dieser Thematik.

Deutschlandfunk-Sendung Kulturvermittlung in den Betrieben  von Eva-Maria Götz-Laufenberg (2020).

Verwendete Literatur

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Birgit Mandel , Birgit Wolf (2021): Diskurs: Staatsauftrag „Kultur für alle“ in der DDR. In: KULTURELLE BILDUNG ONLINE:
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(letzter Zugriff am 14.09.2021).

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